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Fast 29.000 Beschwerden über Telefonwerbung in Deutschland

Lästig und meist unerlaubt  

Fast 29.000 Beschwerden über Telefonwerbung

15.07.2018, 12:35 Uhr | Teresa Dapp, dpa

Fast 29.000 Beschwerden über Telefonwerbung in Deutschland. Eine Frau telefoniert: Die Zahl der Beschwerden über lästige und unerlaubte Telefonwerbung bleibt auf hohem Niveau. (Quelle: dpa/Uli Deck)

Eine Frau telefoniert: Die Zahl der Beschwerden über lästige und unerlaubte Telefonwerbung bleibt auf hohem Niveau. (Quelle: Uli Deck/dpa)

Werbeanrufe nerven oft und sind in vielen Fällen gar nicht erlaubt. Trotzdem lassen Unternehmen bei Tausenden Bundesbürgern im Jahr das Telefon klingeln. Die Grünen sehen die Bundesregierung in der Pflicht.

Die Zahl der Beschwerden über lästige und unerlaubte Telefonwerbung bleibt auf hohem Niveau. Von Januar bis zum 10. Juli registrierte die Bundesnetzagentur 28.618 Beschwerden und verhängte 12 Bußgelder. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag hervor. Einem Bußgeldverfahren liege jeweils eine große Zahl von Verbraucherbeschwerden zugrunde – "oft mehrere Hundert, manchmal aber auch bis zu 3.000", heißt es dort.

Telefonwerbung nur mit Zustimmung erlaubt

Telefonwerbung unterliegt in Deutschland strengen Regeln. Niemand darf zu Werbezwecken angerufen werden, ohne dass er vorher ausdrücklich zugestimmt hat. 2017 waren bis Ende November 52.342 schriftliche Beschwerden eingegangen und damit deutlich mehr als im Vorjahr. 2016 waren es im gesamten Jahr nur rund 29.300. Die Bundesregierung erklärte das unter anderem mit einem größeren Problembewusstsein der Verbraucher und einer erneuerten Onlineplattform, die Beschwerden erleichtere.

Obwohl die Zahlen auf Höchstniveau blieben, sei nichts passiert, kritisiert die Grünen-Abgeordnete Tabea Rößner, die im Rechtsausschuss des Bundestags sitzt. "Unerlaubte Telefonwerbung und untergeschobene Verträge müssen endlich wirksam bekämpft werden."

So soll unerlaubte Telefonwerbung bekämpft werden

Die Grünen fordern in einem Antrag im Bundestag, dass alle am Telefon angebahnten Vertragsabschlüsse schriftlich bestätigt werden müssen. Die Einwilligung in Werbeanrufe wollen sie auf zwei Jahre befristen und deutlicher sichtbar machen, sodass sie nicht mit weiteren Einwilligungen vermischt werden kann. Für die Bundesnetzagentur fordern die Grünen mehr Personal und weitere Sanktionsmöglichkeiten, etwa die Bemessung der Bußgelder am Umsatz des Unternehmens.

Im Sommer 2017 hatte die Bundesnetzagentur mitgeteilt, dass sie ein Rekordbußgeld von 300.000 Euro gegen den Stromversorger Energy2day verhängt habe. Rund 2.500 Beschwerden über Werbeanrufe der Firma waren eingegangen. Es war das erste Mal, dass die Bundesnetzagentur ihren Bußgeldrahmen voll ausschöpfte.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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