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Weltbevölkerung hat Ressourcen für 2018 schon aufgebraucht

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Erdüberlastungstag am 1. August  

Weltbevölkerung hat Ressourcen für 2018 schon aufgebraucht

31.07.2018, 18:37 Uhr | dpa, t-online.de

Weltbevölkerung hat Ressourcen für 2018 schon aufgebraucht. Inzwischen wirtschaftet die Weltbevölkerung nach Angaben von Global Footprint, als hätte sie 1,7 Erden zur Verfügung. (Quelle: dpa/Franck Robichon/EPA/Symbolbild)

Inzwischen wirtschaftet die Weltbevölkerung nach Angaben von Global Footprint, als hätte sie 1,7 Erden zur Verfügung. (Quelle: Franck Robichon/EPA/Symbolbild/dpa)

Die Menschheit hat die natürlich verfügbaren Ressourcen bereits an diesem Mittwoch komplett aufgebraucht. Der sogenannte Erdüberlastungstag fällt nach Berechnung einer Forschungsorganisation in diesem Jahr schon auf den 1. August – so früh lebte die Weltbevölkerung noch nie auf Öko-Pump.

Die Menschheit hat die für 2018 natürlich verfügbaren Ressourcen bereits am 1. August 2018 aufgebraucht. Das geht aus den Berechnungen des Forschungsinstituts Global Footprint hervor. Die Wissenschaftler rechnen aus, wann die Ressourcen verbraucht sind, die innerhalb eines Jahres auch wieder nachwachsen könnten, also nachhaltig verfügbar sind. 1970 war es rechnerisch erst Ende Dezember so weit, im Jahr 2000 bereits im September.

Inzwischen wirtschaftet die Weltbevölkerung nach Angaben von Global Footprint, als hätte sie 1,7 Erden zur Verfügung. Deutschland lebt 2018 übrigens schon länger auf Pump: Das Land hatte seine natürlich verfügbaren Ressourcen für das ganze Jahr bereits Anfang Mai aufgebraucht.

Es sollte schonender mit Rohstoffen umgegangen werden

Umweltschützer nutzen den Erdüberlastungstag, um einen schonenderen Umgang mit Rohstoffen anzumahnen. "Wir müssen unsere Lebensweise endlich klimafreundlicher und nachhaltiger gestalten, um den Raubbau von Ressourcen zu stoppen", sagte Grünen-Chefin Annalena Baerbock. "Energiewende, ökologische Landwirtschaft und das zunehmende Bewusstsein für nachhaltige Produktion muss auf die politische Agenda." Dabei sei die Bundesregierung gefragt. Unter anderem müssten alle Gesetze auf ihre Folgen fürs Klima abgeklopft werden.

Um den Tag zu bestimmen, betrachtet das Global Footprint Network nicht nur den Verbrauch etwa von Holz, Tieren und Boden. Auch der CO2-Ausstoß fließt in die Berechnung mit ein. Die Kampagne zum Erdüberlastungstag oder auch Welterschöpfungstag – auf Englisch: Earth Overshoot Day – gibt es seit 2006.


"Längst leuchten die roten Warnlampen des Planeten"

"Für den Rest des Jahres leben wir auf Pump und verbrauchen damit die Lebensgrundlage unserer Kinder und Enkel", warnte etwa Jörg-Andreas Krüger, Direktor Ökologischer Fußabdruck beim WWF. Deutschland als erfolgreiche Industrienation müsse sich endlich an die Spitze einer weltweiten Öko-Bewegung stellen. "Brennende Wälder, schmelzende Gletscher – längst leuchten die roten Warnlampen des Planeten", sagte der Vorsitzende des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Hubert Weiger.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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