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Was sich 2019 für Steuerzahler ändert – Freibeträge, Fristen, Vorteile

Freibeträge, Fristen, Vorteile  

Was sich 2019 für Steuerzahler ändert

29.12.2018, 18:50 Uhr | Falk Zielke, dpa, sm

Was sich 2019 für Steuerzahler ändert – Freibeträge, Fristen, Vorteile. 2019: Das neue Jahr bringt für Steuerzahler eine Reihe von Änderungen.  (Quelle: dpa/Andrea Warnecke)

2019: Das neue Jahr bringt für Steuerzahler eine Reihe von Änderungen. (Quelle: Andrea Warnecke/dpa)

Im neuen Jahr kommt Neues auf den Steuerzahler zu. Das Existenzminimum und der Mindestlohn werden erhöht, für Kinder gibt es mehr und auch so manch Fahrzeughalter kann sich freuen. Doch das ist nicht alles.

Zum 1. Januar 2019 müssen sich Steuerzahler auf viel Neues einstellen. Zum Beispiel auf neue Einkommensgrenzen, die im kommenden Jahr für alle Steuersätze um 1,84 Prozent steigen. Damit soll die Inflationsrate des Jahres 2018 in den Steuertarif eingepreist und der Effekt der kalten Progression ausgeglichen werden.

Ohne die Verschiebung, die allen Steuerzahlern zugute kommt, würden Lohn- und Gehaltssteigerungen im Zusammenspiel mit der Inflation zumindest teilweise durch eine höhere Steuerbelastung aufgezehrt.

Weitere wichtige Änderungen aus steuerlicher Sicht im Überblick:

Höherer Grundfreibetrag

Ledige haben ab dem 1. Januar 2019 in der Einkommensteuer einen Grundfreibetrag von 9.168 Euro. Das sind 168 Euro mehr als 2018. Verheirateten stehen künftig 18.336 Euro zu, also 336 Euro mehr als bisher. Bis zu diesem Betrag, das als steuerfreies Existenzminimum gilt, bleibt das Einkommen steuerfrei. Im selben Umfang erhöhen sich die Beiträge, bis zu denen Steuerzahler Unterhalt für nahe Angehörige als außergewöhnliche Belastungen abziehen können.

Höhere Kinderfreibeträge

Der steuerliche Kinderfreibetrag (zur Sicherung des Existenzminimums eines Kindes) wird um 192 Euro auf 4.980 Euro erhöht, so die Verbraucherzentrale NRW. Angehoben wird auch der sächliche Kinderfreibetrag: Er erhöht sich um 96 Euro auf 2.490 Euro pro Kind und Elternteil, erklärt der Bund der Steuerzahler. Der Freibetrag für den Betreuungs-, Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf bleibt unverändert bei 1.320 Euro pro Kind und Elternteil. Insgesamt wird einem Elternpaar pro Kind im Jahr 2019 somit ein Kinderfreibetrag von 7.620 Euro gewährt.

Mehr Zeit für die Steuererklärung

Ab dem Steuerjahr 2018 hat jeder Steuerpflichtige zwei Monate mehr Zeit, seine Steuererklärung abzugeben. Statt wie bisher bis Ende Mai müssen die Dokumente künftig spätestens zum 31. Juli eines Jahres eingereicht werden.

Eine längere Frist gibt es auch, wenn ein Steuerberater oder ein Lohnsteuerhilfeverein einbezogen wird. War der letzte Termin für die Erklärung 2017 noch der 31. Dezember 2018, kann die Steuererklärung für 2018 nun bis Ende Februar 2020 abgegeben werden. Und da das Jahr ein Schaltjahr sein wird, bleibt bis zum 29. Februar 2020 Zeit.

Zudem müssen ab dem Steuerjahr 2018 keine Belege mehr eingereicht werden. Diese können die Steuerbehörden jedoch bis zu einem Jahr nach dem Steuerbescheid von Privatpersonen die Belege nachfordern.

Jobtickets sind künftig steuerfrei

Verbilligte Jobtickets sind ab Januar 2019 gänzlich steuerfrei. Das heißt: Beschäftigte müssen die Kostenersparnis nicht mehr als geldwerten Vorteil versteuern. Ziel der Maßnahme ist, den öffentlichen Nahverkehr zu stärken. Allerdings werden die steuerfreien Leistungen auf die Entfernungspauschale angerechnet.

Das Job-Ticket ist allerdings nur steuerfrei, wenn Arbeitnehmer es zusätzlich zum Arbeitslohn erhalten, erklärt die Vereinigte Lohnsteuerhilfe (VLH). Handelt es sich hingegen um eine Entgeltumwandlung, greift die Steuerbefreiung nicht.

Steuervorteile für Elektrodienstwagen und Hybridfahrzeuge

Wer einen elektrisch angetriebenen Dienstwagen oder ein Hybridfahrzeug nutzt, musste bisher die Privatnutzung mit einem Prozent des Listenpreises pro Kalendermonat versteuern. Für E-Autos, die ab dem 1. Januar 2019 angeschafft werden, sinkt dieser Wert nun auf 0,5 Prozent. Die Neuregelung gilt auch für extern aufladbare Hybridelektrofahrzeuge. Der Steuervorteil ist bis zum 31. Dezember 2021 begrenzt.

Private Nutzung des Dienstfahrrads künftig steuerfrei

Wer sein Dienstfahrrad auch privat nutzt, muss ab 2019 den Gewinn nicht mehr mit dem Finanzamt teilen. Der geldwerte Vorteil ist nach den Regelungen im Jahressteuergesetz künftig steuerfrei, betonen die Verbraucherschützer. Das gilt sowohl für E-Bikes mit Geschwindigkeiten bis zu 25 Stundenkilometern als auch für normale Fahrräder. Die Steuerbefreiung gilt den Angaben zufolge aber nicht für die Modelle, die das E-Bike-Leasing in Form einer Gehaltsumwandlung finanzieren. Die Regelung ist ebenfalls bis Ende 2021 befristet.

Neue Sachbezugswerte für Arbeitnehmer

Bekommen Arbeitnehmer von ihrem Chef ein Essen spendiert, kann das für das Finanzamt als steuerpflichtiger Arbeitslohn gewertet werden. Maßgeblich sind nach Angaben des Bundes der Steuerzahler die sogenannten Sachbezugswerte. Der Wert für eine verbilligte oder unentgeltliche Mahlzeit, beispielsweise in einer Betriebskantine, beträgt ab 2019 für ein Frühstück 1,77 Euro und für ein Mittag- oder Abendessen 3,30 Euro. Bisher lagen die Werte bei 1,73 Euro beziehungsweise 3,23 Euro. Auch die Werte für Unterkunft oder Miete steigen: Der Sachbezugswert für freie Unterkunft beträgt 2019 bundeseinheitlich 231 Euro monatlich.


Neuer Mindestlohn auch für Minijobber

Wer einen Minijobber beschäftigt, muss sich an den neuen Mindestlohn halten. Er liegt ab dem 1. Januar 2019 bei 9,19 Euro pro Stunde. Arbeitgeber müssen den Lohn im Zweifel anpassen. Das Problem: Die Verdienstgrenze von 450 Euro im Monat darf nicht überschritten werden. Ansonsten wird das Arbeitsverhältnis sozialversicherungspflichtig. Wer das vermeiden will, sollte die Arbeitszeit entsprechend verringern.

Verwendete Quellen:
  • Verbraucherzentrale NRW
  • Bund der Steuerzahler
  • Nachrichtenagentur dpa
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen



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