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Verbraucher zahlen hunderte Millionen Euro für ungenutzten Ökostrom

Fehlende Netzkapazitäten  

Verbraucher zahlen hunderte Millionen Euro für ungenutzten Ökostrom

11.12.2018, 12:39 Uhr

Verbraucher zahlen hunderte Millionen Euro für ungenutzten Ökostrom. Erneuerbare Energie: Windkraftwerke erzeugen aus Wind Ökostrom. (Quelle: Getty Images/Alexander Kirch / EyeEm)

Erneuerbare Energie: Windkraftwerke erzeugen aus Wind Ökostrom. (Quelle: Alexander Kirch / EyeEm/Getty Images)

Deutschland produziert so viel Ökostrom wie nie zuvor. Doch auch 2018 fallen Kosten in Millionenhöhe für ungenutzten Ökostrom an – zu Lasten der deutschen Steuerzahler.

Deutsche Verbraucher müssen einem Medienbericht zufolge auch in diesem Jahr hunderte Millionen Euro für ungenutzten Ökostrom bezahlen, der nicht in die Stromnetze eingespeist wurde. "Es werden auch im Jahr 2018 Entschädigungszahlungen von Netzbetreibern an die Erneuerbaren-Energie-Anlagenbetreiber erwartet", sagt ein Sprecher der Bundesnetzagentur. Demnach stiegen die entsprechenden Ansprüche der Anlagenbetreiber allein im ersten Quartal dieses Jahres um über 60 Prozent.

Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum kletterten die Entschädigungsansprüche laut Bundesnetzagentur von 142 Millionen Euro auf 228 Millionen Euro, weil vor allem bei kräftigen Küstenwinden die Netzkapazität nicht ausreichte, um den produzierten Ökostrom abzutransportieren.

Entschädigungszahlungen für Anlagenbetreiber

Bereits in den vergangenen Jahren waren die Entschädigungsansprüche stark gewachsen, schreibt die "Augsburger Allgemeine". Im Jahr 2017 waren es laut Bundesnetzagentur 610 Millionen Euro, 2016 waren es noch 373 Millionen Euro.

Für das kommende Jahr veranschlagt die Bundesnetzagentur dem Bericht zufolge außerdem 144 Millionen Euro Entschädigungsansprüche, weil Windräder auf See noch nicht angebunden sind – oder umgekehrt zu bestehenden Leitungen Offshore-Windparks noch nicht in Betrieb sind.

So reagieren die Grünen auf die "Verschwendung"

Grünen-Chefin Annalena Baerbock kritisiert die Situation: "Erneuerbarer Strom darf nicht ungenutzt verschwendet werden, weil klimaschädlicher Kohlestrom die Netze verstopft", sagt sie der "Augsburger Allgemeinen". Windenergie dürfe bei hohem Aufkommen nicht einfach abgeregelt werden: "Es braucht alternative Verwendungsmöglichkeiten für den Ökostrom." Es gebe bereits genug technische Alternativen, ob zum Heizen oder im Verkehrsbereich, sagt Baerbock.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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