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Bilanz 2018: Chancen auf Ausbildungsplatz so gut wie lange nicht mehr

Bilanz 2018  

Chancen auf Ausbildungsplatz so gut wie lange nicht mehr

12.12.2018, 15:55 Uhr | dpa

Bilanz 2018: Chancen auf Ausbildungsplatz so gut wie lange nicht mehr. Das Bundesinstitut für Berufsbildung bilanziert: 100 Ausbildungssuchende standen im laufenden Jahr rund 97 Angeboten gegenüber.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung bilanziert: 100 Ausbildungssuchende standen im laufenden Jahr rund 97 Angeboten gegenüber. Foto: Stefan Sauer. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz sind derzeit so gut wie lange nicht mehr. Auf 100 Ausbildungssuchende kamen nach einer vorgelegten Bilanz des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) im laufenden Jahr rund 97 Angebote.

Insgesamt sei das betriebliche Angebot damit gegenüber dem Vorjahr um 17.800 Ausbildungsplätze beziehungsweise um 3,2 Prozent gestiegen. Es erreichte mit 574.200 eine seit 2009 nicht mehr übertroffene Höchstmarke. Gleichzeitig stieg die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze um 17,7 Prozent weiter an.

Vor allem unter jungen Männern sei es gelungen, Interessenten für eine Berufsausbildung auch außerhalb der aktuellen Schulabgängerjahrgänge zu finden. Dazu zählten etwa männliche Abiturienten, die im Schnitt schlechtere Abiturnoten erzielten als junge Frauen, ebenso wie männliche Studienabbrecher. Auch unter Migranten fänden sich viele junge Männer.

Angesichts einer steigenden Zahl unbesetzter Ausbildungsplätze warnte BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser jedoch vor einem drohenden Fachkräftemangel. DIHK-Präsident Eric Schweitzer rief dazu auf, mit Vorurteilen in den Köpfen vieler Schüler und Eltern aufzuräumen und die berufliche Bildung als interessante Alternative zum Studium herauszustellen.

Als geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall beklagte Hans-Jürgen Urban, dass junge Menschen mit Hauptschulabschluss oder Migrationshintergrund immer noch erhebliche Nachteile am Ausbildungsmarkt hätten. "Wer Fachkräfte will, muss bereit sein, allen eine Chance zu geben", sagte er.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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