Sie sind hier: Home > Finanzen > Steuern >

Rat für Hauskäufer: Immobilienmakler muss nicht über Steuerrisiken aufklären

Rat für Hauskäufer  

Immobilienmakler muss nicht über Steuerrisiken aufklären

20.03.2019, 05:05 Uhr | dpa

Rat für Hauskäufer: Immobilienmakler muss nicht über Steuerrisiken aufklären. Wenn eine Immobilie innerhalb der zehnjährigen Spekulationsfrist verkauft wird, werden auf den Veräußerungsgewinn Steuern fällig.

Wenn eine Immobilie innerhalb der zehnjährigen Spekulationsfrist verkauft wird, werden auf den Veräußerungsgewinn Steuern fällig. Foto: Christin Klose. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa/tmn) - Immobilienbesitzer sollten sich vor dem Verkauf eines Hauses über die steuerlichen Folgen informieren. "Dies gilt selbst dann, wenn beim Hausverkauf ein Immobilienmakler eingeschaltet wird", sagt Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler.

Denn ein Makler ist nur bei Vorliegen besonderer Umstände verpflichtet, über die steuerrechtlichen Folgen des Hausverkaufs aufzuklären, wie der Bundesgerichtshof entschied (Az.: I ZR 152/17).

Im verhandelten Fall hatte die Klägerin mit Hilfe einer Maklerin ein Haus für 295.000 Euro verkauft. Das Haus hatte sie neun Jahre zuvor für 170.000 Euro gekauft und vermietet. Da die Immobilie innerhalb der zehnjährigen Spekulationsfrist verkauft wurde, wurden auf den Veräußerungsgewinn Steuern fällig.

Die Verkäuferin vertrat die Auffassung, dass die Maklerin sie auf die Spekulationsfrist hätte hinweisen müssen. Danach ist der Gewinn aus dem Verkauf eines vermieteten Hauses innerhalb von zehn Jahren nach dem Kauf der Immobilie steuerpflichtig. Hätte sie die Immobilie erst nach Ablauf von zehn Jahren verkauft, wäre dies hingegen steuerfrei gewesen. Deshalb verklagte sie die Maklerin und verlangte Schadenersatz in Höhe der gezahlten Steuern.

Der Bundesgerichtshof wies das ab. Welche konkreten Pflichten im Hinblick auf steuerrechtliche Folgen für den Makler bestehen, hängt vom Einzelfall ab. Eine Aufklärungspflicht könnte beispielsweise bestehen, wenn sich ein Makler als Fachmann in Steuerfragen präsentiert, etwa durch Werbung.

"Wer den Verkauf einer Immobilie plant, sollte bei Zweifeln über die steuerlichen Auswirkungen vorab den Rat eines Steuerberaters oder Rechtsanwaltes einholen," rät Klocke. Insbesondere dann, wenn die Immobilie vermietet war. Die zehnjährige Spekulationsfrist gilt nicht, wenn die Immobilie ausschließlich zu eignen Wohnzwecken genutzt wurde.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Prepaid Tarif aktivieren & 10 GB Daten geschenkt bekommen
schnell zugreifen bei congstar
Gerry Weberbonprix.deOTTOCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Finanzen > Steuern

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Magenta Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe