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Internationaler Vergleich: Frauen arbeiten deutlich mehr als Männer

Internationaler Vergleich  

Frauen arbeiten deutlich mehr als Männer

07.05.2019, 11:12 Uhr | dpa

Internationaler Vergleich: Frauen arbeiten deutlich mehr als Männer. Vier Stunden und 29 Minuten arbeiten Frauen täglich unbezahlt.

Vier Stunden und 29 Minuten arbeiten Frauen täglich unbezahlt. Bei den Männern sind es nur 164 Minuten durchschnittlich. Foto: Antti Aimo-Koivisto/Lehtikuva. (Quelle: dpa)

Genf (dpa) - Vier Stunden und 29 Minuten: So viel Zeit verbringen Frauen in Deutschland jeden Tag im Schnitt mit unbezahlter Arbeit. Haushalt, Kümmern um Angehörige und Vereins- und Wohltätigkeitsarbeit gehören dazu.

Mit diesen 269 Minuten liegen Frauen in Deutschland nach einer Studie fast genau im Durchschnitt von 41 untersuchten Ländern, wie die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) und die Europäische Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen in Genf mitteilten.

Männer in Deutschland arbeiten deutlich weniger ohne Bezahlung: nur 164 Minuten am Tag. Immerhin liegen sie damit über dem Durchschnitt: der liegt in allen 41 untersuchten Ländern nur bei 108 Minuten. Wenn neben dem bezahlten Job auch Arbeitsstunden im Haushalt, bei der Pflege und bei gemeinnützigen Aktivitäten gezählt werden, sind Frauen deutlich stärker belastet: Sie arbeiten im Schnitt 55 Stunden pro Woche, Männer 49.

Weltweit werden nach ILO-Angaben 16,4 Milliarden Stunden unbezahlte Arbeit pro Tag geleistet, drei Viertel davon von Frauen. Innerhalb der EU verbringen Frauen in Finnland am wenigsten Zeit damit: im Schnitt 211 Minuten am Tag. In Litauen sind es dagegen 308 Minuten.

Beschäftigte haben es in der Europäischen Union besser als Kollegen in vielen anderen Ländern, wie aus der Studie weiter hervorgeht: 15 Prozent arbeiten in der EU im Durchschnitt pro Woche mehr als 48 Stunden. In den USA sind es 19 Prozent, in vielen Regionen Chinas 41 Prozent und in der Türkei sogar 57 Prozent.

Während in der EU und in den USA rund drei Viertel der Beschäftigten sagen, sie lernten neue Fähigkeiten, sind es in der Türkei 57 Prozent und in Südkorea nur 30 Prozent. Rund ein Drittel aller Befragten arbeitet nach eigenen Angaben in Jobs ohne Perspektive für eine Karriere. Etwa ein Drittel hat Angst, die Arbeit zu verlieren. Das betrifft vor allem Beschäftigte in Teilzeit und mit befristeten Verträgen, wie ILO-Projektleiterin Manuela Tomei sagte.

Telearbeit, also Arbeit außerhalb der Büros des Arbeitgebers, ist vor allem in Dänemark (37 Prozent), Schweden (33 Prozent) und den Niederlanden (30 Prozent) verbreitet. Deutschland liegt mit weniger als 20 Prozent im unteren Drittel der ILO-Statistik, neben Rumänien, Ungarn und Argentinien. Telearbeit habe Vor- und Nachteile, so die ILO: Beschäftigte sparten zwar den Arbeitsweg und könnten die Arbeit flexibler organisieren. Aber viele Menschen arbeiteten dadurch länger, und die Abgrenzung von Arbeit und Freizeit werde verwischt.

Die Studie umfasst 1,2 Milliarden Arbeitende in 41 Ländern. Darunter waren die 28 EU-Länder sowie China, Südkorea, die Türkei, die USA und einige mittel- und südamerikanische Staaten.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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