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Urteil: Kosten für Garage bei Dienstauto nicht anrechenbar

Urteil  

Kosten für Garage bei Dienstauto nicht anrechenbar

23.05.2019, 11:51 Uhr | dpa

Urteil: Kosten für Garage bei Dienstauto nicht anrechenbar. Das Finanzgericht Münster hat entschieden: Wer einen Dienstwagen privat fährt, muss dies versteuern.

Das Finanzgericht Münster hat entschieden: Wer einen Dienstwagen privat fährt, muss dies versteuern. Er darf die Kosten für eine Garage aber nicht gegenrechnen - solange er kein Nutzungsentgelt für das Auto zahlt. Foto: Britta Pedersen. (Quelle: dpa)

Münster (dpa/tmn) - Wer einen Firmenwagen auch privat nutzen darf, muss diesen geldwerten Vorteil versteuern. Dabei kommt für die Privatnutzung die sogenannte 1-Prozent-Regelung und für die Wege zwischen Wohnung und Arbeit die 0,03-Prozent-Regelung zur Anwendung.

Was aber, wenn der Dienstwagen beim Arbeitnehmer zusätzlich für Kosten sorgt, zum Beispiel für eine Garage? Dürfen diese Ausgaben dann gegengerechnet werden?

Nein, entschied das Finanzgericht Münster in einem veröffentlichten Urteil (Az.: 10 K 2990/17 E). Der geldwerte Vorteil könne nur gemindert werden, wenn der Arbeitnehmer ein Nutzungsentgelt zahlt oder einzelne nutzungsabhängige Kosten des betrieblichen Fahrzeugs trägt.

In dem verhandelten Fall bekam der Kläger von seinem Arbeitgeber ein Dienstfahrzeug auch zur Privatnutzung zur Verfügung gestellt. Der als Arbeitslohn zu versteuernde Nutzungsvorteil wurde unstreitig nach der 1-Prozent-Methode berechnet.

In seiner Steuererklärung machte der Kläger zusätzlich anteilige Garagenkosten in Höhe von etwa 1500 Euro geltend. Mit seinem Arbeitgeber habe er eine mündliche Vereinbarung getroffen, das Fahrzeug nachts in einer abschließbaren Garage abzustellen, begründete er. Das Finanzamt wollte die Ausgaben nicht anerkennen.

Auch vor Gericht hatte der Arbeitnehmer keinen Erfolg: Eine Minderung des Nutzungsvorteils komme hier nicht in Betracht. Für die Inbetriebnahme des Fahrzeugs sei die Unterbringung in einer Garage nicht notwendig. Daher seien die Ausgaben auch nicht als nutzungsabhängige Kosten anzusehen.

Die vorgelegte Arbeitgeberbescheinigung belege auch nicht, dass die Unterbringung in einer Garage zwingende Voraussetzung für die Überlassung des Fahrzeugs gewesen sei. Der Senat hat die Revision zum Bundesfinanzhof zugelassen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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