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Verluste zählen nicht: Vorsicht bei Mietverträgen mit dem eigenen Partner

Verluste zählen nicht  

Vorsicht bei Mietverträgen mit dem eigenen Partner

31.07.2019, 04:47 Uhr | dpa

Verluste zählen nicht: Vorsicht bei Mietverträgen mit dem eigenen Partner. Ein Mietvertrag mit einem Verwandten darf keine Vorteile beinhalten, die man einem Fremden nicht auch gewähren würde.

Ein Mietvertrag mit einem Verwandten darf keine Vorteile beinhalten, die man einem Fremden nicht auch gewähren würde. Das hat das Finanzgericht Baden-Württemberg entschieden. Foto: Friso Gentsch/dpa. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa/tmn) - Das Finanzamt erkennt zwischen Angehörigen nur Abmachungen steuerlich an, die auch unter Fremden üblich sind.

"Bei Verträgen zwischen nahe stehenden Personen schaut das Finanzamt immer kritisch hin und prüft, ob der Vertrag so auch mit einer fremden Person abgeschlossen worden wäre", erklärt Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler.

Dies bestätigt ein Urteil des Finanzgerichts Baden-Württemberg zu einer von Lebensgefährten gemeinsam genutzten Wohnung (Az.: 1 K 699/19).

Im verhandelten Fall lebte eine Immobilienbesitzerin mit ihrem Partner im Obergeschoss ihres Hauses. Der Lebensgefährte überwies ihr monatlich einen als Miete bezeichneten Betrag in Höhe von 350 Euro und hatte einen Mietvertrag über die hälftige Wohnung. Dennoch berücksichtigte das Finanzamt die Verluste aus der Vermietung nicht.

Nach Ansicht des Finanzgerichts zu Recht: Das Mietverhältnis halte einem sogenannten Fremdvergleich nicht stand. Ein normaler Mieter lasse sich nicht auf die bloße Mitnutzung der Wohnung ohne Privatsphäre und ohne individuell und abgrenzbar zugewiesene Wohnräume ein. Dies hat zur Folge, dass einerseits die Ausgaben für die Wohnung nicht steuerlich abziehbar und andererseits die Mieteinnahmen steuerlich nicht zu berücksichtigen sind.

"Wer mit einem Verwandten oder einer nahe stehenden Person zum Beispiel einen Arbeits- oder Mietvertrag abschließt, sollte darauf achten, dass der Angehörige keine Vorteile erlangt, die man einer fremden Person nicht gewährt hätte", fasst Klocke zusammen. Der Vertrag muss außerdem umgesetzt werden, also zum Beispiel der vereinbarte Lohn oder Miete gezahlt werden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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