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Ausbildungsmarkt: Azubis und Betriebe finden nicht zueinander

Ausbildungsmarkt  

Azubis und Betriebe finden nicht zueinander

18.09.2019, 11:29 Uhr | dpa

Ausbildungsmarkt: Azubis und Betriebe finden nicht zueinander. Wer eine Ausbildung machen will, aber nur Absagen auf seine Bewerbung erhält, kann sich an die Berufsberatung der Agentur für Arbeit wenden.

Wer eine Ausbildung machen will, aber nur Absagen auf seine Bewerbung erhält, kann sich an die Berufsberatung der Agentur für Arbeit wenden. Foto: Carsten Rehder/dpa/dpa-tmn. (Quelle: dpa)

Gütersloh (dpa) - Die Zahl der Ausbildungsanfänger ist in den vergangenen Jahren wieder gestiegen, dennoch finden Ausbildungsbetriebe und Jugendliche häufig nicht zueinander. Das ist das Ergebnis des am Mittwoch in Gütersloh veröffentlichten "Ländermonitors berufliche Bildung 2019".

Das Projekt von Wissenschaftlern aus Göttingen wird von derBertelsmann-Stiftunggefördert. Demnach suchten 2018 bundesweit 79.000 Jugendliche erfolglos eine Lehrstelle, obwohl die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze 58.000 erreichte.

Die Forscher sprechen von einem Passungsproblem und sehen mehrere, regional unterschiedliche Gründe: Bei einem Drittel der unbesetzten Stellen gibt es zum Beispiel keinen einzigen Bewerber für diesen Ausbildungsberuf. Das trifft Branchen wie das Lebensmittelhandwerk oder die Gastronomie. Und für 44 Prozent der unbesetzten Stellen gibt es zwar interessierte Jugendliche. Aber die Betriebe halten die Bewerber für ungeeignet.

Hilfe für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz

Manche Jugendliche haben deshalb Probleme, überhaupt einen Platz zu finden - trotz vieler freier Stellen. In solchen Fällen existieren verschiedene Unterstützungsangebot: Wer schon in der Schule Schwierigkeiten hat oder nicht sicher ist, ob er den Abschluss schaffen kann, kann sich in einem ersten Schritt zum Beispiel an seine Lehrkräfte wenden. Das rät die Bundesagentur für Arbeit in ihremBerufswahlmagazin"Planet Beruf" (Ausgabe 03/2019).

Schüler, die einen Haupt- oder Förderschulabschluss anstreben, haben nämlich die Möglichkeit, sich von einem Berufseinstiegsbegleiter beim Übergang ins das Arbeitsleben unterstützen zu lassen. Ob es diese Möglichkeit an der entsprechenden Bildungseinrichtung gibt, erfahren Schüler am schnellsten bei ihrem Lehrer.

Bewerbungsunterlagen prüfen lassen

Bei derBerufseinstiegsbegleitungbekommen Schüler Hilfe beim Erreichen des Schulabschlusses, bei persönlichen Problemen und bei der Suche nach einer passenden Ausbildungsstelle. Der Begleiter berät Schüler bei der Zusammenstellung der Bewerbungsunterlagen und ist auch in den ersten sechs Monaten der Ausbildung weiterhin Ansprechpartner.

Wer immer wieder Absagen auf Bewerbungen erhält, kann sich an dieBerufsberatungder Bundesagentur für Arbeit wenden. Schüler können persönlich, online oder telefonisch einen Termin vereinbaren. Die Berufsberater gehen dann mit den Jugendlichen Bewerbungsunterlagen durch und zeigen ihnen, was sie noch besser machen können. Vielleicht findet sich auch eine Alternative zum Traumberuf, die besser zu den individuellen Stärken passt.

Überbrückungsangebote nutzen

Wer keinen Ausbildungsplatz findet, kann eine Art längeres Praktikum machen, das sichEinstiegsqualifizierungnennt. Es biete sich vor allem für Jugendliche an, die schon eine genaue Vorstellung davon haben, was sie machen möchten, aber nicht alle Voraussetzungen erfüllen, heißt es im Berufswahlmagazin. Das Praktikum bieten viele Betriebe an, es wird über die Bundesagentur für Arbeit vermittelt und dauert sechs bis zwölf Monate.

Daneben haben die Länder verschiedene schulische Überbrückungsmöglichkeiten im Angebot, wie es in dem Magazin heißt. So gibt es zum Beispiel in einigen Bundesländern das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ), um Schüler fit für das Berufsleben zu machen. Jugendliche erhalten weiter Unterricht, können ihren Abschluss verbessern oder sogar nachholen. In Übungen und Praktika lernen die Schüler verschiedene Berufsfelder kennen. Eine Übersicht über die verschiedenen Möglichkeiten gibt es aufplanet-beruf.de.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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