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So stark steigen die Mieten in Städten


So stark steigen die Mieten in Städten

07.03.2013, 07:37 Uhr | t-online.de

So stark steigen die Mieten in Städten. Gründerzeithäuser in der Eisenacher Straße in Berlin-Schöneberg: In Großstädten soll sich der Preisschub bei Mieten verlangsamen (Quelle: imago/Schöning)

Gründerzeithäuser in der Eisenacher Straße in Berlin-Schöneberg: In Großstädten soll sich der Preisschub bei Mieten verlangsamen (Quelle: imago/Schöning)

Vor allem in Großstädten sind die Mieten in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Doch diese Entwicklung soll sich nun verlangsamen, wie der Immobilienverband IVD laut "Bild"-Zeitung berichtet. "Das Mietwachstum wird sich im Jahresverlauf allmählich verlangsamen", zitierte die Zeitung IVD-Vizepräsident Jürgen Michael Schick. 2012 hatten die Mieten demnach in den zehn größten Städten um 7,9 Prozent angezogen, während der bundesweite Durchschnitt nur bei rund drei Prozent lag.

Der IVD hatte in einer Studie die Entwicklung der Wohnungsmieten in den vergangenen 20 Jahren analysiert. Demnach gab es seit 1992 im Durchschnitt einen Anstieg um 9,4 Prozent von 5,04 Euro auf 5,51 Euro pro Quadratmeter. In den teuersten zehn Städten dagegen kletterten die Mieten im selben Zeitraum um 13,6 Prozent von 7,01 Euro auf 7,96 Euro pro Quadratmeter.

Mieten stiegen langsamer als andere Preise

Da die Inflation im selben Zeitraum um über 40 Prozent gestiegen ist, liegen die realen Mieten 2012 deutlich unter dem Niveau von vor 20 Jahren", sagte IVD-Präsident Jens-Ulrich Kießling der Zeitung. Inflationsbereinigt liegen die Mieten demnach im Bundesdurchschnitt um 22,8 Prozent unter dem Niveau von vor 20 Jahren. In den teuersten Städten sind es immerhin noch 19,8 Prozent.

Grund dafür ist laut IVD, dass sich der Wohnungsmarkt zwischen 1990 und 2000 entspannt hat. Damals sanken die Quadratmeterpreise oder stagnierten. Erst seit vier Jahren stiegen die Mieten wieder - vor allem in den Großstädten. Auch die Landflucht und die zunehmende Zahl von Single-Haushalten habe in den Städten preistreibend gewirkt.

Mieterbund kritisiert hohe Belastung der Mieter

Der Deutsche Mieterbund (DMB) kritisierte die Zahlen dennoch. Es handele sich um einen "simplen Ablenkungsversuch von den aktuellen Wohnungs- und Mietenproblemen", zitierte "Bild" den DMB-Sprecher Ulrich Ropertz. Viele Haushalte müssten schon jetzt mehr als ein Drittel ihres Einkommens für die Warmmiete ausgeben, ärmere sogar mehr als 45 Prozent. "Tatsache ist, in Großstädten, Ballungszentren und Universitätsstädten haben Mieter noch nie so hohe Mieten zahlen müssen wie heute."

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