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Mietwohnungen: Makler leiden unter dem Bestellerprinzip


Einbußen wegen Bestellerprinzip  

Den Maklern bricht das Vermietungsgeschäft weg

06.12.2015, 16:58 Uhr | dpa-AFX

Mietwohnungen: Makler leiden unter dem Bestellerprinzip. Eine Szene aus besseren Zeiten für Makler: Bis zur Einführung des Berstellerprinzips konnten sie von den Mietern noch saftige Provisionen für die Wohnungsvermittlung kassieren.  (Quelle: imago images)

Eine Szene aus besseren Zeiten für Makler: Bis zur Einführung des Berstellerprinzips konnten sie von den Mietern noch saftige Provisionen für die Wohnungsvermittlung kassieren. (Quelle: imago images)

Durch die Einführung des Bestellerprinzips im Juni dieses Jahres ist für Makler mit der Vermittlung von Mietwohnungen nicht mehr viel holen. Einer Umfrage zufolge sieht sogar fast die Hälfte der Makler ihre Existenz bedroht. Branchenexperten bestätigen diesen Trend. 

Der Umfrage für das Portal Immobilienscout24 zufolge haben rund 80 Prozent der Makler seit dem Sommer spürbare Einbußen im Bereich Vermietung verzeichnet.

"Wechsel von Vermietung zum Verkauf"

Dass das Geschäft mit Vermietungen seitdem nicht mehr läuft, weiß auch Andreas Besenböck vom Immobilienverband Deutschland (IVD). Daten zu möglichen Umsatzeinbrüchen seien zwar noch nicht erhoben worden. Aber es gebe "einen klaren Wechsel von der Vermietung zum Verkauf". 

Der Vorstandschef des Berliner Ablegers des Verbandes, Dirk Wohltorf, nennt den Grund für die Makler-Misere. So seien Vermieter von Wohnraum mit der Beauftragung von Maklern deutlich zurückhaltender geworden, seit sie die Kosten nicht mehr auf den Mieter abwälzen können. "Manche Makler, die sich auf Vermietung spezialisiert haben, haben Schwierigkeiten", räumte er ein. Doch damit nicht genug. Wie er berichtet, hätten einige Makler ihr Gewerbe sogar komplett eingestellt. 

Selbst die wenigen Vermietungs-Aufträge, die Makler von Eigentümern erhalten, werfen nicht mehr viel ab. So seien Vermieter oft nicht bereit, die bislang übliche Provision zu zahlen. In ländlichen Regionen seien zwei bis drei Monatsmieten weiter gängig, erklärte IVD-Präsident Jürgen Schick. In den stark nachgefragten Wohnungsmärkten der Großstädte bekämen Makler teils aber nur noch eine Monatsmiete oder eine Pauschalsumme für die Vermittlung gezahlt.

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