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Immobilienboom in Deutschland hält an


Die Gefahr einer Blase wächst  

Immobilienboom in Deutschland hält an - stärkster Januar seit 2006

08.04.2016, 09:48 Uhr | dpa-AFX

Immobilienboom in Deutschland hält an. Die niedrigen Hypothekenzinsen kurbeln den Immobilienmarkt weiter an. (Quelle: Imago/Hans Blossey)

Die niedrigen Hypothekenzinsen kurbeln den Immobilienmarkt weiter an. (Quelle: Imago/Hans Blossey)

Der Immobilienboom in Deutschland hält an. Im Januar wurden im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich mehr Baugenehmigungen erteilt. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Die Gefahr einer Überhitzung wächst.

Demnach stieg die Zahl der Baugenehmigungen um 34,5 Prozent auf 26.300. Hauptgründe sind die starke Nachfrage und niedrigen Hypothekenzinsen. Eine höhere Zahl in einem Januar hatte es demnach zuletzt 2006 gegeben.

Einfamilienhäuser besonders gefragt

Besonders deutlich fiel der Zuwachs bei Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser aus (plus 35,3 Prozent). Aber auch die Baugenehmigungen für Mehrfamilienhäuser (plus 28 Prozent) und Zweifamilienhäuser (plus 24,1 Prozent) legten stark zu.

Unterdessen warnte Bundesbank-Vorstandsmitglied Andreas Dombret vor einer Überhitzung des Immobilienmarkts in deutschen Metropolen. "Von einer Immobilienblase kann man noch nicht sprechen, allerdings sehen wir in einigen deutschen Städten durchaus Preisübertreibungen bei Wohnimmobilien", sagte er dem Nachrichtenmagazin "Focus". "Der Immobilienboom nimmt langsam, aber sicher bedenkliche Züge an."

Kreditvergabe gut abwägen

Zwar würden Banken und Sparkassen in aller Regel Immobilienkredite weiter nach konservativen Kriterien vergeben. Das Volumen der Wohnimmobilien-Kredite sei aber 2015 so stark gewachsen wie seit 13 Jahren nicht mehr. "Institute sollten angesichts des Marktes sehr vorsichtig sein und ihre Immobilien-Entscheidungen besonders gut abwägen", mahnte der für Risikokontrolle zuständige Bundesbanker.

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