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Windkraft wächst stürmisch - Deutschland mit vorne

Strom aus Luft  

Windkraft wächst stürmisch - Deutschland mit vorne

26.05.2008, 14:29 Uhr | dpa / AFP / T-Online, dpa

Windkraft - Zahl und Leistung der Anlagen nimmt weiter zu (Foto: imago)Windkraft - Zahl und Leistung der Anlagen nimmt weiter zu (Foto: imago) Die Windenergie in Deutschland wächst in einem geradezu stürmischen Ausmaß. In diesem Jahr wird die Gesamtleistung aller Windkraftwerke zum ersten Mal die Marke von 100.000 Megawatt überschreiten. Im vergangenen Jahr lag die Leistung noch bei 94.000 Megawatt. Die Stromerzeugung steigt jetzt auf mehr als 200 Milliarden Kilowattstunden. Das teilte das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster mit. Mit ähnlichen Zahlen rechnet auch eine Untersuchung des Deutschen Windenergie-Instituts (DEWI).

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Windkraft kontinuierlich ausgebaut
Zum Vergleich: Vor knapp 20 Jahren gab es auf der ganzen Welt nur Windkraftanlagen mit einer Leistung von 2000 Watt, zehn Jahre später waren es schon fast 18.000 Megawatt. Heute sei ein Zuwachs um fast 16.000 Megawatt Windkraftleistung innerhalb eines Jahres möglich, sagte IWR-Direktor Norbert Allnoch. Grund seien leistungsstärkere Großanlagen.

Unternehmen aus Deutschland könnten Gewinner sein
Deutsche Hersteller und Zulieferer erwirtschafteten derzeit mehr als ein Drittel der globalen Umsätze mit Windenergie und könnten daher zu den Gewinnern des Windbooms gehören, sagt das DEWI. Schon 2012 könnte seiner Studie zufolge mehr als die Hälfte der installierten Windturbinen-Leistung außerhalb Europas stehen - im Vergleich zu knapp 40 Prozent im vergangenen Jahr. Im vergangenen Jahr lagen die Schwerpunkte des weltweiten Wachstums in den USA, China und Indien, aber auch in Spanien und Deutschland. In diesen Ländern wurden insgesamt gut drei Viertel der neu installierten Anlagen errichtet.

Anlagen werden immer größer
Das IWR sieht einen anhaltenden Trend zu immer größeren Anlagen. Die Perspektiven für den Windmarkt mit einem Jahresvolumen von rund 20 Milliarden Euro seien günstig. Eine amerikanische Studie habe ein Szenario vorgestellt, wonach die Windkraft bis 2030 etwa 20 Prozent des US-Stromverbrauchs abdeckt. Im Falle der Umsetzung benötigten allein die USA bis dahin Windkraftanlagen mit einer Leistung von fast 300.000 Megawatt.

Stromriesen setzen weiter aufs Atom
Erst am Mittwoch hatte E.ON-Chef Wulf Bernotat in der "Zeit" vor zu viel Euphorie im Zusammenhang mit der Windkraft gewarnt. "Bis 2020 sollen Windräder mit einer Leistung von 15.000 Megawatt im Meer stehen. Bisher haben wir kein einziges", sagte er. Bernotat forderte deshalb eine "politische Neubewertung der Kernkraft" und klare Rahmenbedingungen für den Bau von Kohlekraftwerken.

E.ON redet mit Greenpeace
Allerdings will auch E.ON auf erneuerbare Energien setzen: "Bis 2030 wollen wir ein Viertel unserer Energie damit erzeugen", sagte der Vorstandschef. Auch werde E.ON künftig mit Greenpeace einen "intensiven Meinungsaustausch" suchen, kündigte der Chef des Versorgers an.

Gabriel will Windkraft stärker fördern
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hatte Anfang Mai angekündigt, die Windenergie stärker zu fördern. Wegen der Probleme bei der Biosprit-Beimischung zum Benzin sollten dadurch Nachteile für den Klimaschutz ausgeglichen werden. Das Ausbauziel für den Anteil erneuerbarer Energien bei der Stromerzeugung soll Gabriel zufolge von bislang 27 Prozent auf 30 Prozent angehoben werden. Erreicht werden soll dies durch stärkere Anreize, ältere Windkraftanlagen durch neue und leistungsfähige zu ersetzen, das so genannte Repowering.

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