Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Immobilien & Wohnen >

Investitionen: Abu Dhabi interessiert an deutschen Energiefirmen

Investments  

Abu Dhabi interessiert an deutschen Energiefirmen

24.07.2008, 17:13 Uhr | sky

Solaranlage in der Wüste (Foto: dpa)Solaranlage in der Wüste (Foto: dpa) Abu Dhabi ist an einem Einstieg bei deutschen Anbietern erneuerbarer Energien interessiert. “Wir schauen nach Investitionsmöglichkeiten in Deutschland“, sagte der Chef des staatlichen Investmentfonds Mubadala, Khaldoon al Mubarak, dem “Handelsblatt“. Über eine Tochtergesellschaft sei Mubadala bereits im Gespräch mit Anbietern von regenerativen Energien. An der Frankfurter Börse präsentierten sich Solaraktien sehr fest.

Zehn Milliarden Dollar zur Verfügung

Mubadala verwaltet laut “Handelsblatt“ rund zehn Milliarden Dollar und ist damit weltweit einer der kleineren Staatsfonds. An welcher Branche und welchen Firmen konkret das Emirat interessiert ist, erläuterte al Mubarak nicht. Der Fonds investiert breit gestreut: Mubadala hatte jüngst bereits ein Abkommen mit dem Luftfahrtkonzern EADS getroffen, das unter anderem den Bau einer Fabrik zur Herstellung von Flugzeugteilen für Airbus in Abu Dhabi vorsieht.

Einfach online bestellen - Solar-Module von einfach bis professionell
Fotoshow - Großprojekt Masdar

Solaraktien reagieren positiv

Beflügelt von der Nachricht legten die deutschen Solaraktien am Vormittag in einem starken Markt zu: Solarworld notierten mit einem Prozent im Plus bei 28,29 Euro, Q-Cells zogen um fast drei Prozent auf 61,12 Euro an. Solon legten um gut drei Prozent auf 42,04 Euro zu. Der mögliche Einstieg der Araber wäre ein Vertrauensbeweis für die Branche, die zuletzt wegen der möglichen Kappung der Subventionen in Spanien stark unter Druck geraten war. Auch die Aktie des Windenergie-Spezialisten Nordex verteuerte sich um zwei Prozent auf 20,15 Euro. Gleichzeitig bewegte sich der Technologieindex TecDax mit einem Plus von 1,55 Prozent bei 743 Punkten.

Partner GE für Öko-Stadt Masdar

Der arabische Investmentfonds hatte erst am Dienstag eine umfangreiche Partnerschaft mit dem Siemens-Konkurrenten General Electrics (GE) aus den USA vereinbart, unter anderem auf dem Sektor der erneuerbaren Energien. GE und Mubadala vereinbarten, das Geschäft des US-Konzerns im Mittleren Osten noch auszuweiten. Mubadala will im Gegenzug einer der zehn größten Anteilseigner von GE werden. Im Energiesektor wollen die beiden Partner ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in der Ökostadt Masdar City bauen.

Utopia in der Wüste

Masdar soll bis zum Jahr 2015 die erste Stadt der Welt werden, die keinerlei klimaschädliches CO2 in die Atmosphäre abgibt. Abu Dhabi will langfristig unabhängiger vom Öl werden und Primärenergie sparen. Pro Kopf verbrauchen die fünf Millionen Einwohner der Emirate gut doppelt so viel Energie wie die Deutschen und ein Viertel mehr als der US-Durchschnittsbürger. Kein anderer Staat geht einer WWF-Studie zufolge so sorglos mit der Umwelt um. Das Emirat will 1500 Firmen und Forschungseinrichtungen aus der ganzen Welt in die Stadt locken: mit einer Freihandelszone, Steuervorteilen, freiem Kapitalverkehr und der Befreiung von bürokratischen Formalitäten. Im Januar verkündete Kronprinz Mohammed al-Nahjan, er habe soeben 15 Milliarden Dollar bereitgestellt - "als Anfangsinvestition".

Mehr zum Thema:
Stallmist-Strom - Forscher entdecken Potenzial der Nutztier-Abgase
Stürmisches Wachstum - Windenergie-Boom
Öko-Stadt Masdar - Hintergrund (1)
Öko-Stadt Masdar - Hintergrund (2)
Öko-Stadt Masdar - Hintergrund (3)

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Rohstoffe und Währungen

Madeleinetchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deKlingel
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Immobilien & Wohnen > Energie

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: