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Glos: "Wir brauchen neue Kraftwerke"

Energie  

Glos: "Wir brauchen neue Kraftwerke"

22.09.2008, 08:54 Uhr | oca, dpa, t-online.de

Bundeswirtschaftsminister Michael Glos. (Foto: Glos)Bundeswirtschaftsminister Michael Glos. (Foto: dpa) Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) hat sich erneut für den Bau neuer Kohlekraftwerke ausgesprochen. "Wenn wir ein ähnliches Niveau an Versorgungssicherheit wie in der Vergangenheit aufrechterhalten wollen, brauchen wir einen kräftigen Zubau von konventionellen Kraftwerken. Dabei spielt der Energieträger Kohle eine zentrale Rolle", sagte der Minister am Freitag bei der Grundsteinlegung für das umstrittene Kraftwerk des Energiekonzerns EnBW in Karlsruhe. Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz müssten unter einen Hut gebracht werden. "Dazu brauchen wir moderne konventionelle Kraftwerke", sagte er. Umweltschützer und Anwohner protestierten immer wieder gegen das Kraftwerk.

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Ausbau hat eine hohe Priorität

Unbestritten spielten heute auch die Erneuerbaren Energien eine wichtige Rolle bei der Energieversorgung, fügte Glos hinzu. Der Ausbau habe für die Bundesregierung eine hohe Priorität. "Aber viele Menschen geben sich der Illusion hin, dass man in absehbarer Zeit bereits den Strom und die Energie Deutschlands mit Erneuerbaren Energien gewinnen könnte. Davon sind wir noch sehr weit entfernt." Die Bundesregierung wolle den Anteil dieser Energien noch über das versprochene Ziel hinaus auf mindestens 30 Prozent erhöhen, kündigte Glos an.

 

Kernenergie und Erneuerbare Energien keine Gegensätze

Das neue moderne Kraftwerk werde ältere verdrängen, kündigte der EnBW-Vorstandsvorsitzende Hans-Peter Villis an. Konventionelle Kraftwerke, Kernenergie und Erneuerbare Energien seien aber keine Gegensätze, sondern "gleichberechtigte Teile eines zukunftsfähigen, sicheren und wirtschaftlichen Energiemixes". Der Konzern plane in den nächsten Jahren für jeden Euro, der in neue konventionelle Kraftwerke investiert werde, auch einen Euro in den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu stecken. Bis 2020 soll die Erzeugungsquote im Bereich Erneuerbare Energien von derzeit elf auf 20 Prozent ausgebaut werden.

Rund 70 Arbeitsplätze sollen entstehen

Das Kraftwerk soll Ende 2011 in Betrieb gehen. Der Energiekonzern investiert rund eine Milliarde Euro in den Erweiterungsbau. Mit dem Werk entstehen rund 70 Arbeitsplätze am Standort, weitere 200 bei Dienstleistern und Lieferanten.

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