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Landwirtschaft: FAO warnt vor Risiken von Biokraftstoffen

Nachwachsende Rohstoffe  

UN-Organisation warnt vor Risiken von Biokraftstoff

07.10.2008, 15:34 Uhr | bv, dpa, t-online.de

Energiepflanze Raps - Öl für Mensch und Maschine (Foto: imago)Energiepflanze Raps - Öl für Mensch und Maschine (Foto: imago) Die verstärkte Produktion von Biokraftstoffen auf der Welt birgt nach Auffassung der UN-Organisation FAO erhebliche Risiken, aber auch Chancen. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen stellte am Dienstag in Rom ihren Jahresbericht vor. Ziel der FAO ist, die Nahrungsmittelproduktion der Welt zu sichern, arme Bauern zu schützen, ländliche Regionen zu entwickeln und dabei die ökologische Nachhaltigkeit sicherzustellen.

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Nahrung und Ressourcen im Auge behalten

"Die derzeitige Politik ist eher darauf aus, Produzenten in einigen Industriestaaten auf Kosten ihrer Kollegen in den meisten Entwicklungsländern zu bevorteilen", kritisierte FAO-Generaldirektor Jacques Diouf. Bei der Entscheidung zur Produktion von Biotreibstoff aus Zucker, Mais oder Ölsaat müssten verschiedene Aspekte im Auge behalten werden: Einerseits die Chancen dieser Form der Energiegewinnung, besser verteilt werden könnten. Andererseits den Nahrungsbedarf der Welt, das verfügbare Ackerland und die Wasserreserven. "Das höchste Ziel sollte es bleiben, die Menschheit von der Geißel des Hungers zu befreien", sagte Diouf.

 

Biokraftstoff übt weiter Druck auf Nahrungspreise aus

Die Produktion von Biotreibstoff aus landwirtschaftlichen Produkten hat sich seit dem Jahr 2000 nach FAO-Angaben nahezu verdreifacht. Während flüssiger Biotreibstoff bisher nur knapp zwei Prozent des weltweiten Verbrauchs an Transportenergie ausmache, sei mit einem begrenzten weiteren Wachstum dieses Energiebeitrags zu rechnen, was den Druck auf die Nahrungsmittelpreise noch erhöhe.

Gegen künstliche Märkte

FAO-Generaldirektor Diouf forderte einen Abbau von Agrarzuschüssen und Handelsschranken, weil diese einen künstlichen Markt schafften und nur den Mitgliedsländern beispielsweise der OECD Vorteile brächten.

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Bio-Produktion schützt Klima offenbar nur wenig

Ohne diese Hemmnisse könnten nach Dioufs Worten die Entwicklungsländer mehr von der Bio-Produktion profitieren. Die FAO geht in diesem Zusammenhang aber davon aus, dass eine verstärkte Produktion nicht unbedingt so viel zum Kampf gegen den Treibhauseffekt beitragen kann wie früher angenommen.

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