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Hersteller von Energiesparlampen gegen Birnenverbot

Energie  

Hersteller von Energiesparlampen gegen Birnenverbot

11.05.2009, 14:16 Uhr | oca, dapd, t-online.de

Hersteller von Energiesparlampen gegen Glühbirnenverbot (Quelle: imago images)Hersteller von Energiesparlampen gegen Glühbirnenverbot (Quelle: imago images) Hamsterkäufe bei Glühbirnen sorgen bei Herstellern von Energiesparlampen offenbar für Angst über zukünftige Umsätze. Mit der Bevorratung verschlössen sich viele Verbraucher über Jahre hinweg den innovativen und energiesparenden Lampentechnologien, klagte der Hersteller "Megaman" und fordert deshalb eine Aufhebung des geplanten Handelsverbots.

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Aufschlag von fünf Euro gefordert

"Das De-facto-Verbot der Glühlampen ab dem 1. September 2009 ist für viele Verbraucher nicht nachvollziehbar und wird als staatliche Gängelung angesehen", erklärte Unternehmenschef Werner Wiesner laut einer Mitteilung und schlug anstelle des schrittweise eingeführten Handelsverbots einen Preisaufschlag von je fünf Euro für konventionelle Glühbirnen vor. Damit rechne sich der Umstieg auf Energiesparlampen für die Verbraucher sofort und nicht erst nach Jahren wie bislang. Mit den Erlösen des von ihm vorgeschlagenen Glühlampen-Aufpreises könnten Umweltprojekte finanziert werden. Zudem werde das Verursacherprinzip gewahrt.


 

1. September ist Stichtag

Ab dem 1. September dürfen herkömmliche 100-Watt-Birnen sowie mattierte Leuchtkörper in der EU mit Ausnahme der Warenbestände im Handel nicht mehr verkauft werden. Schrittweise soll das Verbot auf immer mehr Glühbirnen mit hohem Energieverbrauch ausgeweitet werden. Die Bürger sollen nach dem Willen der EU komplett auf Leuchtstoff-, Halogen- oder LED-Lampen umsteigen. Die sind zwar teurer, sollen aber länger halten und verbrauchen weniger Energie. Handelsunternehmen wie Praktiker und Hornbach hatten in den vergangenen Tagen von stark gestiegenen Umsätzen gerade bei den unter das künftige Verbot fallenden Lampen berichtet.


 

Nur jeder Zehnte hamstert

Bisher geht das erhöhte Aufkommen jedoch offenbar nur auf einen kleinen Teil der Bevölkerung zurück. Obwohl das Verbot kontrovers diskutiert wird, bereiten sich bisher nur sieben Prozent der Bevölkerung mit vorgezogenen Käufen auf das Verschwinden der Glühbirne vor. Das ist das Ergebnis einer Emnid-Umfrage für die "Bild am Sonntag" (BamS). Neun von zehn Befragten tun dies nicht. Für die repräsentative Erhebung befragte das Emnid-Institut rund 500 Deutsche ab 14 Jahren. Für Wiesner ist diese Momentaufnahme verfrüht: "Die Verbraucher haben die Tragweite des Glühlampenverbots noch nicht richtig begriffen. Wenn in Kürze die Torschlusspanik einsetzt, werden die Verkäufe von Glühlampen heftig anziehen", erklärte Wiesner laut Mitteilung.

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