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Energie: Stromverbrauch wird 2009 erstmals seit 1945 sinken

IEA-Prognose  

Stromverbrauch wird 2009 erstmals seit 1945 sinken

24.05.2009, 00:48 Uhr | bab, dpa, AFP, dapd, t-online.de

Der Stromverbrauch wird 2009 sinken (Quelle: imago images)Der Stromverbrauch wird 2009 sinken (Quelle: imago images) Wegen der Wirtschaftskrise wird der weltweite Strombedarf 2009 laut einer Prognose erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg sinken. Die Internationale Energieagentur IEA gehe von einem Rückgang um 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr aus, sagte ihr Chefvolkswirt Fatih Birol. Dies sei eine der wesentlichen Erkenntnisse eines Berichts, den die Organisation für das Treffen der G-8-Energieminister in Rom zu den Auswirkungen der Wirtschaftskrise erstellt habe.

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Stärkster Rückgang in Russland

Den stärksten Rückgang der Stromnachfrage werde voraussichtlich Russland mit zehn Prozent verzeichnen, sagte Birol. Im Durchschnitt der Industrieländer der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) rechne die IEA mit einem Minus von fünf Prozent. Selbst im auch in der Krise weiter wachsenden China werde der Strombedarf um zwei Prozent unter dem Vorjahr liegen.



Einbruch bei Erneuerbaren Energien

Im Zusammenhang mit der Krise rechnet die IEA auch mit einem Einbruch der Investitionen in erneuerbare Energien. Diese würden voraussichtlich um 38 Prozent fallen, sagte Birol. Grund seien die gesunkenen Öl- und Gaspreise, aber auch die Schwierigkeiten für Unternehmen, wegen der Finanzkrise Gelder für Energieprojekte zusammenzubekommen. "Diese Gesellschaften, die oft eine mittlere Größe haben, sind noch in der Entwicklungsphase und damit empfindlich."

Fördermittel reichen nicht aus

Die IEA erklärt in ihrem Bericht, dass die von den G-20-Ländern geplanten Ausgaben zur Förderung von erneuerbaren Energien unzureichend sind, um den Klimawandel zu bekämpfen. "Diese Ausgaben müssen sechs Mal höher als vorgesehen sein, wenn man diese Herausforderung wirkungsvoll angehen will", sagte Birol. Am effektivsten gefördert werden Erneuerbare Energien laut einer weiteren Studie der IEA aus dem vergangenen Jahr in Deutschland, Dänemark, Spanien und Portugal.



Öko-Anteil steigt auf über 15 Prozent

In Deutschland haben Erneuerbare Energien laut den neuesten Zahlen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) inzwischen einen Anteil von 15,2 Prozent und damit 0,6 Prozent mehr als im Jahr 2007. Untersucht wurde die gesamte Stromerzeugung im Jahr 2008. Insgesamt wurden 90,9 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Wind, Wasser, Sonne oder Biomasse gewonnen. Bei Wind, Sonne und Biomasse gab es ein Plus, bei Wasser ein leichtes Minus.

Wieder mehr Atomstrom

Gestiegen ist jedoch auch der Anteil der Atomkraft. Er nahm von 22,3 Prozent auf 23,5 Prozent zu. Rund 140,7 Milliarden Kilowattstunden Strom stammten demnach 2008 aus Kernkraftwerken. Aus Erdgas stammten 13,9 Prozent des Stroms (+1,6%). Dagegen sank der Anteil des aus Stein- und Braunkohle gewonnenen Stroms im vergangenen Jahr von 45,6 auf 42,2 Prozent. Insgesamt stammen damit weiter rund zwei Drittel des in Deutschland produzierten Stroms aus Kohle und Atomkraft. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 599,3 Milliarden Kilowatt Strom produziert, etwas mehr als im Vorjahr.

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