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E.ON verkauft seine Stadtwerke-Tochter Thüga

Energieversorger  

E.ON verkauft seine Stadtwerke

19.06.2009, 13:24 Uhr | oca, t-online.de, AFP

E.ON vor Verkauf zahlreicher Energieversorger an Stadtwerke (Quelle: imago images)E.ON vor Verkauf zahlreicher Energieversorger an Stadtwerke (Quelle: imago images) Auf dem deutschen Strom- und Gasmarkt steht einem Zeitungsbericht zufolge eine Neuordnung bevor. Der Energiekonzern E.ON wolle seine Stadtwerke-Tochter Thüga verkaufen, berichtete die "Financial Times Deutschland" (FTD) unter Berufung auf eine mit den Verhandlungen vertraute Person. Ein kommunales Bündnis wolle für die Holding zwischen 3,5 und 3,8 Milliarden Euro zahlen. Bald solle ein verbindliches Kaufangebot abgegeben werden. Thüga hält Anteile an rund 110 Stadtwerken. Mit insgesamt 3,9 Millionen Strom- und 2,4 Millionen Gaskunden zählt die Gruppe zu den größten deutschen Energieanbietern.

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Konkurrenz für die Riesen

In der Branche wird seit mehreren Monaten über den Thüga-Deal spekuliert. Mit der Übernahme entstünde ein starker Wettbewerber für etablierte Konzerne wie E.ON, RWE und Vattenfall. Auf die Thüga-Beteiligungen fallen rund 20 Prozent des gesamten Beschaffungsvolumens an Erdgas in Deutschland. Das Kartellamt hat seine Zustimmung zu dem Geschäft dem Bericht zufolge bereits signalisiert.

Privatisierung wird zurückgedreht

Das Milliardengeschäft illustriert den Willen vieler Städte, die Privatisierung kommunaler Dienstleistungen zurückzudrehen - und dafür hohe Summen zu investieren. Viele Stadtwerke hatten ihre Strom- und Gasversorger, die seit jeher zu den Gewinnbringern der Kommunen gehörten, in den vergangenen Jahren verkauft, um kurzfristig Geld in die Kassen zu bekommen. Inzwischen entstehen in diversen Kommunen wieder neue Stadtwerke. Oft setzen die Gemeinden dabei inzwischen auf die Bildung größerer Stadtwerke-Netze. Die Kartellwächter hatten zudem Energiereisen untersagt, weitere Beteiligungen an Stadtwerken zu erwerben.


45 Milliarden Euro Verbindlichkeiten

Der Mit dem Thüga-Verkauf forciert E.ON seine Entschuldung. Durch internationale Zukäufe in Spanien, Italien und Russland stiegen die Nettoverbindlichkeiten auf 45 Milliarden Euro. Nun will will der Konzern einen Teil der Schulden abtragen. Dazu sollen vor allem inländische Geschäfte verkauft werden - neben Thüga auch das Hochspannungsnetz, berichtet die FTD.

Öffentliche Hand unterstützt finanzierung

Im Fall Thüga haben sich zwei Konsortien mit den Namen Integra und Kom9 verbündet. Dahinter stehen rund 60 kommunale Versorger aus Städten wie Frankfurt, Freiburg oder Würzburg. Auch bei der Finanzierung des Geschäfts hilft die öffentliche Hand: Zu den Kreditgebern gehören - neben der Commerzbank - zahlreiche Sparkassen und mehrere Landesbanken.


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