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Solarenergie wächst schneller als erwartet - Förderung sinkt stärker

Energie  

Solarbranche boomt - Förderung sinkt stärker

02.11.2009, 09:07 Uhr | dpa-AFX, dpa-AFX, t-online.de

Solarenergie wächst schneller als erwartet - Förderung sinkt stärker (Foto: dpa)Solarenergie wächst schneller als erwartet - Förderung sinkt stärker (Foto: dpa) Das Wachstum der Solarenergie in Deutschland hat sich trotz Wirtschaftskrise beschleunigt. Nach Berechnungen der Bundesnetzagentur wurden in den vergangenen zwölf Monaten Anlagen mit einer Gesamtkapazität von 2340 Megawatt installiert. Damit sei der im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgehaltene Schwellenwert von 1500 Megawatt deutlich überschritten worden, sagte Behörden-Chef Matthias Kurth in Bonn. Die Folge ist, dass der Vergütungssatz für die Anlagen im kommenden Jahr nun um einen Prozentpunkt stärker sinkt als ursprünglich vorgesehen. Für Anlagen bis zu 100 Kilowatt sinkt die derzeitige Vergütung von 43 Cent damit um neun Prozent, für Großanlagen um elf Prozent.

Vergütungssätze sollen überprüft werden

Vielen Kritikern ist diese Absenkung angesichts eines enormen Preisverfalls für die Anlagen zu wenig. "Die Vergütungssätze würden auch bei 30 Prozent Absenkung noch deutlich über den Herstellungskosten der Solarbranche liegen", sagte der Sprecher des Fachmagazins Photon, Bernd Schüßler. "Solarstrom lässt sich heute bereits viel billiger produzieren als es die Höhe der Einspeisevergütung vermuten lässt." Die neue Bundesregierung hat eine Überprüfung der Vergütungssätze angekündigt.

Kosten werden von Verbrauchern getragen

Mit dem EEG sollten die noch nicht wettbewerbsfähigen regenerativen Energien gefördert werden. Bezahlt wird die Hilfe von jedem Verbraucher über dessen Stromrechnung. Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) hatte zuletzt Gesamtkosten von 53,3 Milliarden Euro für die von 2000 bis 2010 errichten Solaranlagen berechnet. Je mehr Anlagen installiert werden, desto höher werden die Kosten. Allein in den ersten neun Monaten des Jahres wurden laut Bundesnetzagentur 1471 Megawatt errichtet. Das ist fast so viel wie die 1650 Megawatt im gesamten Vorjahr.

Höhere Förderung nur noch bis Ende des Jahres

m letzten Jahresviertel rechnen Experten noch einmal mit einem beschleunigten Zubau, da sich viele Investoren die in diesem Jahr noch höhere Förderung sichern wollen. Wer 2009 noch eine Anlage ans Netz bringt, bekommt die kommenden 20 Jahre lang eine garantierte Vergütung von bis 43 Cent je Kilowattstunde. Angesichts der deutlich gesunkenen Preise für die Anlagen sind damit nach Expertenmeinung für Solaranlagenbesitzer in sonnenreichen Regionen bereits zweistellige Renditen drin. Der Strom aus der Steckdose kostet laut Verbaucherportal Verivox derzeit im Schnitt derzeit 22,36 Cent pro Kilowattstunde.

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