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Umweltbundesamt: Stromversorgung erfordert nicht länger Atomkraft

Kernenergie  

Umweltbundesamt: Atomkraft bald nicht mehr nötig

25.02.2010, 16:05 Uhr | dpa, AFP, AFP, dpa, t-online.de

Die Stromversorgung in Deutschland erfordert offenbar keine längeren Betriebszeiten der Atomkraftwerke. "Wir glauben nicht, dass eine Laufzeitverlängerung erforderlich sein wird", sagte der Chef des Umweltbundesamtes, Jochen Flasbarth bei einer Pressekonferenz zur Klimaschutz- und Energiepolitik in Berlin. Bis 2020 könnten 37 Prozent des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energiequellen produziert werden. Dann fehlten bis 2022 nur noch drei Prozentpunkte. "Insofern sehen wird diese Lücke nicht."

Bundesamt widerspricht Regierung

Flasbarth widersprach damit der Einschätzung der schwarz-gelben Koalition über die Notwendigkeit, die Atommeiler über 2022 hinaus laufen zu lassen. In dieser Diskussion war Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) unter Beschuss aus FDP und Teilen der Union geraten. Er hatte sich indirekt für eine möglichst kurze Laufzeitverlängerung ausgesprochen.

Klimaschutz und Unabhängigkeit

Ein Anteil der Erneuerbaren Energien von 40 Prozent am gesamten Stromverbrauch gilt als wichtig im Hinblick auf den Klimaschutz. Dazu zählt die Nutzung von Biomasse, Sonnen- und Wasserkraft sowie Erdwärme. Wie unabhängig Deutschland bereits von der Atomkraft ist, zeigte das vergangene Jahr. Wegen Pannen und Wartungsarbeiten standen mehrere Meiler still, ohne dass zu Engpässen in der Stromversorgung kam.

Italien beschließt Rückkehr zum Atomstrom

Derweil geht Italien in Sachen Atomstrom in die exakt entgegen gesetzte Richtung: das Kabinett beschloss die Rückkehr zum Atomstrom. Die Tschernobyl-Katastrophe von 1986 hatte im darauffolgenden Jahr in Italien zu einer Volksabstimmung geführt. Zwei Drittel der Italiener stimmten damals für den Ausstieg aus der Atomenergie. Jetzt wird der Energieform ein neuer Anlauf gewährt.

Vier neue Atomkraftwerke

Bis zum Jahr 2030 soll der Anteil des Atomstroms am Energiemix Italiens auf 25 Prozent erhöht werden. Dazu wollen die Energiekonzerne EDF aus Frankreich und Enel aus Italien gemeinsam vier Kernkraftwerke bauen. Mit dem Bau soll 2013 begonnen werden, die Energielieferung würde dann 2020 beginnen. Die Betreiber werden verpflichtet, nach dem Ende der Laufzeiten die Kosten für die Stilllegung zu tragen.

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