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Energiesparlampen: Nur drei von 28 erhalten die Note "gut"

Stiftung Warentest  

Energiesparlampen enttäuschen im Test

25.03.2010, 12:34 Uhr | Özkan Canel Altintop mit Material von AFP, dpa

Energiesparlampen: Nur drei von 28 erhalten die Note "gut". Energiesparlampen haben im Test keine guten Noten erhalten  (Foto: dpa)

Energiesparlampen haben im Test keine guten Noten erhalten (Foto: dpa)

Anfang Dezember 2008 hat die EU-Kommission die schrittweise Abschaffung konventioneller Glühlampen beschlossen. Seit dem 1. September 2009 sind matte und klare Glühlampen mit einer Leistung von mehr als 75 Watt nicht mehr im Handel zu kaufen. Die restlichen Birnen sollen in weiteren Stufen bis 2012 und der Großteil der Halogenlampen im Jahr 2016 folgen.

Bürger betrachten Energiesparlampen skeptisch

Der Glühlampen-Ausstieg hatte zu  heftigen Diskussionen in Deutschland geführt. Denn sowohl bei den Einsparmöglichkeiten von Energiesparlampen als auch bei der Lichtqualität haben viele Bürger Vorbehalte. Zudem enthalten die Öko-Lampen geringe Spuren von Quecksilber und dürfen auf gar keinen Fall mit dem Hausmüll entsorgt werden. Zerbricht zum Beispiel eine Energiesparlampe ist Vorsicht geboten. So rät die Deutsche Umwelthilfe dazu, zuerst das Fenster zu öffnen und dann für etwa eine halbe Stunde den Raum zu verlassen.

EU glaubt an Energiesparlampen

Die EU-Kommission dagegen glaubt, dass der Einsatz von energieeffizienteren Lampen die Haushalte je nach ihrer Größe und dem gewählten Lampentyp im Schnitt zwischen 25 und 50 Euro Einsparungen jährlich ermöglicht. Auch bei der vielfach kritisierten Leuchtkraft sieht die Brüsseler Behörde keine Probleme. Die sogenannten Energiesparlampen, effizienten Halogenlampen und Leuchtdioden könnten die herkömmlichen Glühbirnen in "nahezu 98 oder 99 Prozent" der Fälle gleichwertig ersetzen, meint die EU-Kommission.

Öko-Lampen enttäuschen im Test 

Die Stiftung Warentest hat sich erneut mit Energiesparlampen beschäftigt und wieder dürfte das Ergebnis der Tester Diskussionen auslösen. Von den 28 getesteten Modellen mit “warmweißen” Licht und unterschiedlichen Helligkeitsstufen erhielten nämlich nur drei Lampen die Testnote “gut”. Fünf waren "befriedigend", 14 lediglich "ausreichend", und sechs fielen mit dem Urteil "mangelhaft" durch. Viele der getesteten Lampen sind laut "test" allerdings Auslaufmodelle oder inzwischen bereits verändert worden.

Zwei Hauptprobleme

Die Tester machten zwei Hauptprobleme aus. Zum einen lässt die Leuchtkraft vieler Lampen zu schnell nach. Dies ist ein wichtiger Punkt, da Energiesparlampen obwohl sie an Helligkeit verlieren, dabei jedoch genauso viel Strom verbrauchen. Die allmähliche Abnahme der Energieeffizienz verringert den Umwelt- und Kostenvorteil gegenüber Glühlampen. Ein Großteil der untersuchten Lampen fiel in dem Warentest bereits nach weniger als 6000 Brennstunden ganz aus. Das ist weit entfernt von den deklarierten Herstellerangaben, mit denen oft 10.000 Stunden und mehr versprochen werden.

Energiesparlampen verglühen schnell

Zum anderen überstanden einige Energiesparlampen laut Stiftung Warentest nicht einmal 10.000 Schaltzyklen. Manche Lampen gingen im Dauertest sogar schon nach 5000 mal An- und Ausschalten kaputt. Im Vergleich dazu können sehr gute Modelle mehr als 70.000 Mal an- und ausgeschaltet werden. Selbst große Marken wie Megaman, Osram und Philips haben demnach schwache Produkte im Test.

Skepsis bleibt

Die Energiesparlampen konnten im Test nicht wirklich überzeugen. Das schnelle Verglühen der Lampen und der Kostenfaktor beim Erwerb - Energiesparlampen sind teurer als herkömmliche Glühbirnen - bestätigt die Skepsis der Bürger. Zudem sind Energiesparlampen Sondermüll und bedürfen eine fachgerechte Entsorgung. Anderfalls können die Lampen nicht nur die Umwelt möglicherweise mehr belasten, sondern auch für die Gesundheit ein Risiko werden. Ob so die Klimaschutzziele der EU erreicht werden, können damit nicht ausreichend beantwortet werden. Hoffnung macht allerdings, dass die Hersteller ständig neue Modelle entwickeln.

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