Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Immobilien & Wohnen >

Deutschland offenbar nicht auf Stromimporte angewiesen

Deutschland offenbar nicht auf Stromimporte angewiesen

07.04.2011, 11:48 Uhr | dpa, dpa

Deutschland offenbar nicht auf Stromimporte angewiesen. Kann Deutschland seinen Energiebedarf ohne Stromimporte decken? (Foto: imago)

Kann Deutschland seinen Energiebedarf ohne Stromimporte decken? (Foto: imago)

Kein Atomstrom in Deutschland, dafür aber Stromimporte aus anderen Ländern. Viele Verbraucher reagieren hier mit Skepsis. Doch das Umweltbundesamt sieht trotz der vorübergehenden Abschaltung von acht Atomkraftwerken keine Notwendigkeit für Stromimporte aus anderen EU-Staaten. "Deutschland ist nicht auf Stromimporte aus Frankreich oder anderen Ländern angewiesen, sondern könnte sich komplett selbst versorgen", sagte der UBA-Energie-und Klimaexperte Harry Lehmann der Nachrichtenagentur dpa. Die aktuellen Importe seien allein preisgetrieben, weil sich Stromhändler mit dem billigsten Strom eindecken.

Stromimporte haben zugenommen

Seit der AKW-Abschaltung Mitte März kommt es zu vermehrten Atomstromimporten aus Frankreich und Tschechien, weil es weniger billigen Atomstrom aus deutschen Atommeilern gibt. "Das ist in einem liberalisierten europäischen Markt für Strom normal", sagte Lehmann. "Offensichtlich ist französischer Strom derzeit günstiger als Strom aus deutschen Reservekraftwerken."

"Deutschland hat ausreichend Reserven"

In Deutschland seien auch ohne den Strom der acht vom Moratorium betroffenen AKW ausreichend Reserven vorhanden. Zudem seien derzeit Gas- und Kohlekraftwerke mit einer Leistung von 11 Gigawatt im Bau. "Spätestens wenn diese ab circa 2013 ans Netz gehen, werden die vorübergehenden Importe wieder zurückgehen." Zudem könne Frankreich im Winter aufgrund seines eigenen hohen Strombedarfs und im Sommer wegen knappen Kühlwassers seiner Atomkraftwerke ohnehin kaum Strom nach Deutschland liefern, sagte Lehmann.

Verbraucher können selbst entscheiden

Deutschland müsse aber das eigene Stromnetz zügig ausbauen, "damit schon heute mehr Windstrom aus Norddeutschland nach Süddeutschland transportiert werden kann". Der Leiter des Fachbereiches Umweltplanung und Nachhaltigkeitsstrategien betonte, die deutschen Verbraucher könnten schon jetzt selbst über ihren Strommix entscheiden. "Wer jetzt zu Ökostrom eines zertifizierten Anbieters wechselt, senkt aktiv den Anteil von Atomstrom im deutschen Netz", sagte Lehmann.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Rohstoffe und Währungen

Madeleinetchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deKlingel
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Immobilien & Wohnen > Energie

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: