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Griechischer Sonnenstrom keine Fantasie

Griechenland könnte Sonnenstrom produzieren - und exportieren

07.10.2011, 12:35 Uhr | dpa, t-online.de, dpa

Griechischer Sonnenstrom keine Fantasie . Strom aus griechischer Sonne - schon bald am Markt? (Quelle: imago images)

Strom aus griechischer Sonne - schon bald am Markt? (Quelle: imago images)

Neue Geldquellen für Athen? Das sonnenreiche Griechenland könnte in den nächsten Jahren einen Teil seines Energieverbrauchs mit Photovoltaik-Anlagen decken - und sogar exportieren.

Nach Einschätzung des Chefs des Bonner Solarmodul-Herstellers Solarworld, Frank Asbeck, kann Griechenland in der Photovoltaik bis 2020 einen Sprung nach vorne schaffen. "Das sind keine Fantasien", sagte Asbeck am Rande des Besuchs von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) in Athen.

Regierung zur Freigabe von Flächen aufgefordert

Asbeck forderte die griechische Regierung auf, durch die Freigabe von Flächen für Solaranlagen - etwa ausgeschöpfte Braunkohlegebiete - Investoren zu unterstützen. Die EU-Kommission könne bei der Finanzierung helfen. Brüssel sollte nicht genutzte Strukturmittel in Milliardenhöhe für erneuerbare Energien im sonnenreichen Griechenland zur Verfügung stellen.

Bei passenden Rahmenbedingungen könne sich Solarworld vorstellen, vor Ort eine Produktion von Solarmodulen aufzubauen und Arbeitsplätze zu schaffen: "Wir wollen keine Förderprogramme für chinesische Hersteller", sagte der Vorstandschef des im TecDAX notierten Unternehmens mit Blick auf die mächtige Konkurrenz aus Fernost, die deutschen Solarfirmen mit Niedrigpreisen immer stärker zu schaffen macht.

Einspeisevergütung ist noch zu hoch

Bis 2020 sei es möglich, dass die Griechen ein Drittel ihres Stromverbrauchs aus Photovoltaik deckten. Allerdings sei die Einspeisevergütung - mit der griechische Verbraucher wie in Deutschland über den Strompreis den Ausbau der Öko-Energien bezahlen - zu hoch. "Sie müsste um ein Drittel reduziert werden, damit es wirtschaftlich wird."

Auch könne Griechenland künftig Sonnenstrom exportieren. Durch technische Umrüstungen könnten bis zu 10 Gigawatt über Anschlüsse an die Stromnetze in Mazedonien und Italien nach Europa fließen. Asbeck, der bereits vor 30 Jahren erste Geschäfte mit Griechen machte, lobte die Hellenen als gute Partner. "Ich habe keine administrativen oder finanziellen Probleme mit den Griechen."

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