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Schwankender Heizölpreis verunsichert Kunden

Heizölpreis verunsichert Kunden

15.12.2011, 14:47 Uhr | t-online.de mit dpa-AFX, dpa-AFX, t-online.de

Der Preis für Heizöl wird weiterhin extrem schwanken. Seriöse Prognosen seien derzeit nicht möglich, teilte der Verband für Energiehandel Südwest-Mitte (VEH) mit. Schuld sei die Schuldenkrise in der EU sowie die generelle Unsicherheit über die Entwicklung der Weltwirtschaft. "Man kann nur weiterhin jedem Kunden raten, aktiv die Preise zu beobachten", erklärte VEH-Geschäftsführer Hans-Jürgen Funke. Unser Tipp: Prüfen Sie regelmäßig mit Hilfe des Heizöl-Rechners die Preise für Ihre Region. Unser Vergleich gibt Ihnen eine gute Orientierung über die Trends beim Heizölpreis. Sinkt dieser nachhaltig, schlagen Sie zu und füllen Ihren Tank.

Konflikte lassen Ölpreise steigen

In diesem Jahr stieg der Heizölpreis unter starken Schwankungen tendenziell an. Gründe waren laut Verband die Unruhen in den arabischen Ländern sowie das Reaktorunglück im japanischen Fukushima. Beides führte zu steigenden Ölpreisen in diesem Jahr. So stieg der Ölpreis in der Spitze um über 20 Dollar gestiegen. Seine Höchststände markierte das Schwarze Gold Ende April. Und er dürfte aufgrund des sich zuspitzenden Konflikts zwischen Israel und dem Iran weiter hoch bleiben. Denn ein Ausfall der iranischen Ölproduktion im Kriegsfalle würde massive Ölpreis-Steigerungen nach sich ziehen.

Neben politischen Konflikten verteuerte der schwache Euro die Ölimporte. Da der Euro weiter fällt, dürfte Heizöl tendenziell teurer werden. Denn Öl wird am Spotmarkt in Dollar gehandelt. Ist der Euro weniger wert, bekommen Käufer für die gleiche Menge Geld weniger Öl.

Heizölabnehmer sind verunsichert

"Der turbulente Markt hat natürlich die Heizölabnehmer verunsichert. Das hat sich für unsere Mitgliedsunternehmen in einer deutlichen Kaufzurückhaltung bemerkbar gemacht", berichtete der VEH. Dabei änderte sich das Preisverhalten gegenüber früher deutlich. Alte Regeln gelten heute nicht mehr.

Alte Jahreszeiten-Regeln funktionieren nicht mehr

Noch vor wenigen Jahren orderten clevere Hausbesitzer stets im Sommer ihr Heizöl für den Winter. Da gab es kaum Nachfrage und die Preise waren garantiert viel günstiger. Der Trick klappt heutzutage nicht mehr. Denn in den vergangenen Jahren haben sich die Einkaufsregeln beim Heizöl verändert. Deshalb sollte sich jeder regelmäßig darüber Gedanken machen, wann er seinen Tank füllen lässt. Experten raten zu übers Jahr verteilten Heizöl-Sammelbestellungen mit Nachbarn oder Freunden. Ölheizungsbesitzer sollten die Preise deshalb das Jahr über genau beobachten. Denn die Preise schwanken erheblich.

Insgesamt ist dem VEH zufolge der Gesamtabsatz von Heizöl in diesem Jahr im Vergleich zu 2010 gesunken. Schätzungen gehen von bis zu 15 Prozent weniger aus. Die Nachfrage nach "Bio-Heizöl" mit beigemischtem Sonnen- oder Rapsöl sowie schwefelarmen Heizöl stieg dagegen.

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