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Zuschüsse für kleine Kraftwerke im Keller

Zuschüsse für kleine Kraftwerke im Keller

09.04.2012, 17:07 Uhr | dpa-tmn, dpa-tmn

Zuschüsse für kleine Kraftwerke im Keller. Unabhängig vom Energieversorger dank Mini-Kraftwerk im Keller (Quelle: dpa)

Unabhängig vom Energieversorger dank Mini-Kraftwerk im Keller (Quelle: dpa)

Gute Nachricht für alle, die ihre Energie lieber selbst umweltfreundlich produzieren und dabei auch noch sparen wollen: Der Staat fördert seit April den Bau von privaten Blockheizkraftwerken. Für neue Anlagen mit bis zu 20 Kilowatt elektrischer Leistung (kWel) für Bestandsbauten gibt es einmalig einen Investitionszuschuss. Lesen Sie, wie die kleinen Kfz-Kraftwerke im eigenen Heizungskeller funktionieren und wann sich die Investition lohnt.

Hohe Anforderungen an die Effizienz

Damit es für ein Blockheizkraftwerk Geld vom Staat gibt, müssen jedoch bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein: Das Blockheizkraftwerk müsse unter anderem als förderfähige Anlage auf der Liste des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stehen, erläutert die Neue Verbraucherzentrale in Mecklenburg und Vorpommern in Rostock. Außerdem sind hohe Effizienzanforderungen zu erfüllen, und der Betreiber müsse für die Anlage einen Wartungsvertrag abschließen.

Zusätzlich dürfe es in dem Gebiet, in dem die Anlage installiert werden soll, kein Fernwärmeangebot geben. In einem Blockheizkraftwerk, kurz auch als BHKW bezeichnet, erzeugt ein Kfz-Motor Strom, der gleich im Haushalt genutzt werden kann. Die Abwärme liefert außerdem Warmwasser und eine wohlige Raumtemperatur. Verbraucher kommen mit weniger Energie aus, sind unabhängiger von den Versorgern und tun etwas für die Umwelt.

Zuschüsse richten sich nach der Anlagenleistung

Die Förderanträge können seit dem 1. April beim BAFA eingereicht werden. Das Programm sieht den Angaben des Amts zufolge eine Staffelung der Zuschüsse nach Anlagenleistung vor. Sehr kleine, für Ein- und Zweifamilienhäuser geeignete Anlagen (ein kWel) erhalten 1500 Euro, große Anlagen mit 20 kWel können den maximalen Förderbetrag von 3450 Euro beanspruchen.

Produzieren Hausbesitzer mehr Strom als sie selbst verbrauchen, können sie den Überschuss an der Strombörse verkaufen und damit bares Geld sparen. Am Ende mache das inklusive der Förderung 500 bis 600 Euro pro Jahr an Ersparnis aus, sagte Andreas Müller, stellvertretender Geschäftsführer des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) in Sankt Augustin.

Deutlich teurer als ein Heizkessel

Ein Blockheizkraftwerk ist allerdings nicht billig: 16.000 bis 20.000 Euro müssen Hausbesitzer in den Bau einer solchen Anlage investieren. Zum Vergleich: Ein Heizkessel schlägt dagegen nur mit 8000 bis 10.000 Euro zu Buche. Auch die Wartungskosten für ein Blockheizkraftwerk sind höher.

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen empfiehlt, gründlich durchzurechnen, ob sich ein Blockheizkraftwerk im Einzelfall lohnt. Sie bietet dazu einen Heizsystemvergleich auf ihrer Webseite www.vz-nrw.de an.

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