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Solarstrom auf Rekordjagd

Solarstrom auf Rekordjagd

10.04.2012, 15:57 Uhr | t-online.de, AFP, dpa-AFX

Solarstrom auf Rekordjagd. Die Sonne wird immer mehr zum Energielieferanten (Quelle: dapd)

Q-Cells gibt deutscher Solarbranche Mut (Quelle: dapd)

Sonnenenergie auf dem Vormarsch: Die Produktion von Solarstrom ist in Deutschland im ersten Vierteljahr 2012 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 40 Prozent gestiegen. Insgesamt seien 3,9 Milliarden Kilowattstunden erzeugt worden, teilte der Bundesverband Solarwirtschaft mit.

Das entspricht dem Bundesverband zufolge etwa dem Stromverbrauch von vier Millionen Haushalten - also rund einem Zehntel aller deutschen Haushalte. Im ersten Quartal des Vorjahres hatten Solaranlagen den Angaben zufolge noch rund 2,75 Milliarden Kilowattstunden erzeugt.

Fördersätze nach Rekordjahr drastisch gekürzt

Im Jahr 2011 waren mit 7500 Megawatt an neuer Leistung so viele Anlagen installiert worden wie nie zuvor. Da die Förderkosten - derzeit sieben bis acht Milliarden Euro pro Jahr - von den Verbrauchern über die Stromrechnung zu zahlen sind, hatte die schwarz-gelbe Koalition die Fördersätze zum 1. April um bis zu 30 Prozent gekürzt.

Nun soll die sogenannte Einspeisevergütung für Solarstrom erneut deutlich sinken. Der Branchenverband forderte die Bundesregierung deshalb auf, sich klar zur Förderung alternativer Energien zu bekennen.

Anteil am Strommix wächst

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft hat noch keine Gesamtzahlen zur Stromerzeugung im ersten Quartal vorliegen, daher lassen sich die Solarstromzahlen noch nicht in ein Verhältnis zur gesamten Stromproduktion setzen. Im vergangenen Jahr hatte Solarstrom am Strommix einen Gesamtanteil von rund drei Prozent, mit Blick auf die Zuwächse in den ersten drei Monaten könnte dieser Anteil 2012 etwas steigen.

Preis für Solaranlagen um 50 Prozent gesunken

Die Branche steht wegen Überkapazitäten und massiver Konkurrenz aus China unter einem hohen Kostendruck. Dem Branchenverband zufolge ist es gelungen, den Preis für schlüsselfertige Solaranlagen zu halbieren und so die wiederholte Förderkürzung weitgehend auszugleichen. Die starke Preissenkung hat demnach außerdem zur Folge, dass sich der weitere Ausbau kaum noch auf die Strompreise für Verbraucher auswirke.

Derzeit liege der durchschnittliche Endkundenpreis für fertig installierte Solaranlagen pro Kilowatt bei 1969 Euro ohne Mehrwertsteuer, vor drei Jahren sind es nach Angaben des Verbands noch 3922 Euro gewesen.

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