Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Immobilien & Wohnen > Energie >

Energiewende lässt Strompreise um 70 Prozent steigen

Strompreise  

Energiewende lässt Strompreise um mindestens 70 Prozent steigen

15.05.2012, 16:00 Uhr | dpa-AFX

Energiewende lässt Strompreise um 70 Prozent steigen. Strom wird auch künftig teurer - Preis-Erhöhungen werden stärker (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ökostrom-Umlage: Verbraucher müssen künftig tiefer in die Tasche greifen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Sie zahlen heute monatlich 60 Euro für Strom? Dann dürften es in 13 Jahren schon mehr als 100 Euro sein - bei gleichem Verbrauch. Eine Studie enthüllt: Die Strompreise in Deutschland werden bis zum Jahr 2025 um mindestens 70 Prozent gestiegen sein. Schuld daran seien die Kosten für die Energiewende und der geplante Ausstieg aus der Atomkraft, heißt es in dem Gutachten des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Sie wurde von der Industrie- und Handelskammer Baden-Württemberg in Auftrag gegeben. "Wenn die Strompreise so drastisch steigen, fürchten wir um die Konkurrenzfähigkeit deutscher Unternehmen", sagte der Karlsruher IHK-Präsident Bernd Bechtold.

Privat-Kunden stärker betroffen

Die Preiserhöhungen gelten laut Studie für Großkundenverträge. "Bei Privathaushalten werden die Preise wohl noch stärker steigen, da sie keine so hohen Rabatte aushandeln können", sagte Ingenieur Karl-Friedrich Ziegahn, der die Studie koordinierte. Die steigenden Kosten erklärten sich sowohl aus dem Ausbau erneuerbarer Energien als auch aus der notwendigen Erweiterung der Stromnetze und der Subventionierung von Solar- und Windstrom.

"Wir haben aktuell schon die höchsten Strompreise in der EU", sagte Bechtold. In Frankreich etwa koste der Strom 40 Prozent weniger. Eine solche Spanne könne sich der Industriestandort Deutschland auf Dauer nicht leisten. "Hierauf brauchen wir Antworten der Politik."

Sonne und Wind können Strom tageweise verbilligen

Eine Möglichkeit sei, die Preise je nach Energieproduktion zu staffeln. An windigen oder sonnigen Tagen mit viel Strom aus erneuerbaren Energien etwa könnten die Preise sinken. "Darauf können sich die Verbraucher dann einrichten und energieintensive Maschinen dann einschalten", sagte Bechtold. Mit neuer Steuerungstechnik sei das durchaus leistbar.

Die Industrie sei bereit, die Energiewende mitzutragen, sie habe allerdings nur wenige Stellschrauben, an denen sie drehen könne, sagte Bechtold. Die größte sei die Effizienz. An dieser Stelle leisteten die Unternehmen in Baden-Württemberg Vorbildliches. "Die Betriebe im Südwesten sind um 22 Prozent effizienter als die im Rest der Republik und sogar um 30 Prozent effizienter als die in den anderen EU-Staaten."

Energieversorgung "auf Kante genäht"

Von der Politik erwarteten die Unternehmer vor allem eines: Versorgungssicherheit. Diese sei mit der plötzlichen Energiewende infrage gestellt worden. "Die Energieversorgung ist zurzeit auf Kante genäht. Im Februar hätte der Ausfall eines Kraftwerks gereicht - und wir hätten einen Blackout gehabt", sagte KIT-Vizepräsident Peter Fritz. Politik, Wirtschaft und Wissenschaft müssten jetzt mit Hochdruck an Lösungsmodellen arbeiten. "Manchmal glaube ich, wir haben gar nicht mehr genug Zeit."

Eine kleine Abhilfe kann der Wechsel des Stromanbieters bringen - zur Not jedes Jahr. - Testen Sie jetzt unseren Strompreis-Rechner und finden Sie einen deutlich günstigeren Anbieter.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Immobilien & Wohnen > Energie

shopping-portal