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Solar-Autobahn liefert Strom und spart Öl

Straße aus Solarzellen: Der Weg zur Erleuchtung

24.05.2013, 16:28 Uhr | t-online.de

Solar-Autobahn liefert Strom und spart Öl. Interessante Zukunftsvision: Die Solar-Autobahn "Solar Roadway" (Quelle: Solar Roadway)

Interessante Zukunftsvision: Die Solar-Autobahn (Quelle: Solar Roadway)

Woraus besteht eine Straße? Aus Asphalt, sollte man meinen. Doch ein Erfinder-Ehepaar aus den USA will genau daran etwas zu ändern. Julie und Scott Brusaw lassen in ihren kühnen Träumen die Autos auf einer Bahn aus Solarzellen fahren. Mittlerweile gibt es sogar schon ein Pilotprojekt, berichtet "Spiegel Online". Das Versprechen: Mehr Sicherheit, weniger Umweltverschmutzung.

Mehr als ein Transportband

Scott Brusaw aus Sandpoint im US-Bundesstaat Idaho ist Elektroingenieur. Trotzdem kam nicht er auf die Idee mit dem innovativen Straßenbelag, sondern seine Frau Julie, eine Psychotherapeutin. Die Diskussion um den Klimawandel, die vor einigen Jahren auch in den USA einsetzte, führte sie zu dem Gedanken, aus Straßen mehr zu machen als nur ein Transportband, sagte sie dem Nachrichtenmagazin.

2009 gab es Staatsgelder für den Bau des ersten Prototypen. In diesem Frühjahr folgte der nächste Schritt, wieder mit staatlicher Unterstützung. Diesmal erhielten die Tüftler 750.000 Dollar und dürfen einen Parkplatz in ihrer Heimatstadt zum Sonnenfänger ausbauen, wie "Spiegel Online" schreibt.

Strom erzeugen, Öl einsparen

Es gibt mehr als einen Vorteil, erzählen die Brusaws: Der erzeugte Strom könnte ins Netz eingespeist werden und, falls damit Elektroautos aufgeladen werden, direkt wieder der Mobilität dienen. Mit dem Verzicht auf Asphalt sinkt zudem der Verbrauch von dessen Ausgangsstoff Erdöl.

Zwei Zusatzfeatures sind ebenfalls nicht zu verachten: Der moderne Weg ist beheizbar und kann dank integrierter Lichtdioden vor Gefahren warnen - zum Beispiel vor dem Stau nach der nächsten Kurve. Bei Regen läuft das Wasser von der Straße ab und kann für die Landwirtschaft genutzt werden, heißt es in dem Bericht.

"So viel Haftung wie bei Regen"

Schwierig war offenbar die Entwicklung des geeigneten Materials. Wichtig war, "mindestens so viel Haftung zu bieten wie eine normale Asphaltstraße, auch bei Regen", zitiert "Spiegel Online" den Entwickler Brusaw. Gleichzeitig habe der Belag eine Härte wie Stahl.

Läuft die Pilotphase erfolgreich, besteht dem Bericht nach zu urteilen ein riesiges Potenzial für die Idee auch in Deutschland. Die Verkehrsfläche hierzulande beträgt rund 18.000 Quadratkilometer. Würde dort überall Sonnenenergie gesammelt, könnte das Motto des Brusaw-Projekts Wirklichkeit werden: "Eine wirkliche Lösung".

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