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Solarkrise in Deutschland: S.A.G. Solarstrom geht in die Insolvenz

Solarkrise in Deutschland  

S.A.G. Solarstrom geht in die Insolvenz

13.12.2013, 11:38 Uhr | rtr, dpa-AFX, t-online.de

Solarkrise in Deutschland: S.A.G. Solarstrom geht in die Insolvenz. Zu den Opfern der Solarkrise gehört jetzt auch die S.A.G. Solarstrom (Quelle: dpa)

Zu den Opfern der Solarkrise gehört jetzt auch die S.A.G. Solarstrom (Quelle: dpa)

Die Solarkrise in Deutschland nimmt kein Ende: Jetzt beantragt auch die börsennotierte S.A.G. Solarstrom AG Insolvenz. Das teilte das Freiburger Unternehmen mit knapp 200 Mitarbeitern mit. Demnach sieht die Gesellschaft keine Chance mehr, sich kurzfristig außerhalb eines Insolvenzverfahrens zu sanieren. Die Aktie brach am Freitag zeitweise um fast 70 Prozent ein.

Probleme mit säumigen Kunden

Ausstehende Zahlungen von Kunden sowie Projektverzögerungen hätten eine Lücke in die Liquidität gerissen, die die Banken nicht stopfen wollten, teilte das Unternehmen mit. "Innerhalb von noch nicht einmal vier Wochen waren wir mit einer Situation konfrontiert, die für uns so in keiner Weise absehbar war", sagte Firmenchef Karl Kuhlmann.

Mittelzuflüsse aus dem Verkauf mehrerer Photovoltaik-Projekte in Deutschland und Italien seien für November und Dezember fest eingeplant gewesen. "Sie haben sich aus ganz unterschiedlichen Gründen verzögert", erklärte Kuhlmann. Insgesamt fehle eine Summe von mehr als 20 Millionen Euro. Refinanzierungsgespräche mit Banken, Finanzdienstleistern und weiteren Gläubigern seien gescheitert.

Unternehmen will Insolvenz allein stemmen

Am 16. Dezember 2013 werde daher auch keine Zinszahlung für die Anleihe 2010/2015 erfolgen. Das Insolvenzverfahren wolle das Management in Eigenverwaltung stemmen, um die 1998 gegründete Firma nach der Sanierung fortzuführen. In den kommenden drei Monaten soll ein Restrukturierungsplan erarbeitet werden.

S.A.G. setzte im vergangenen Jahr 188 Millionen um und verdiente netto rund eine Million Euro. S.A.G. plant, baut und finanziert Dach- und Freiflächen-Solaranlagen. Probleme bereiteten dem Unternehmen zuletzt unter anderem die vor und nach Projektabschlüssen vorgeschriebenen Bürgschaften.

Branche weiter unter Druck

Nach einem ruinösen Preiswettbewerb durch die Billigkonkurrenz aus China steht die gesamte Branche seit Längerem enorm unter Druck, seit Ende 2011 häufen sich in Deutschland die Pleiten von Solarunternehmen, darunter Q-Cells, Sovello und Solon. Als Auslöser gelten neben dem Preisverfall auch sinkende Subventionen für die Branche. Zu den prominenten Solar-Aussteigern deutscher Konzerne gehört neben Bosch auch Siemens.

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