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Ökostrom-Rabatte kosten Verbraucher vier Milliarden Euro

Ökostrom  

Industrierabatte kosten Verbraucher vier Milliarden

19.05.2014, 10:11 Uhr | AFP, dpa

Ökostrom-Rabatte kosten Verbraucher vier Milliarden Euro. Die Ökostrom-Rabatte für die Industrie summieren sich für die Verbraucher zu einem Milliardenbetrag (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Ökostrom-Rabatte für die Industrie summieren sich für die Verbraucher zu einem Milliardenbetrag (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Ausnahmegenehmigungen für Unternehmen bei der Ökostrom-Umlage haben die Verbraucher im vergangenen Jahr rund vier Milliarden Euro gekostet. Das berichtete die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf eine Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Linkspartei. Dem Bericht zufolge zahlten Privathaushalte im Schnitt zusätzlich 1,04 Cent pro Kilowattstunde. Einem Vierpersonenhaushalt mit einem Verbrauch von rund 5000 Kilowattstunden im Jahr seien so Mehrkosten in Höhe von etwa 52 Euro entstanden.

Die Ökostromumlage soll der Förderung von Energie aus umweltfreundlichen Quellen dienen. Tausende Firmen sind von der vollen Zahlung befreit. Dies wird oft damit gerechtfertigt, dass sie nur so im internationalen Wettbewerb mithalten könnten.

Umlage für eigenen Strom

Derweil stößt die geplante Ökostrom-Reform bei Verbänden auf Kritik. Mieterbund, Bauerverband und der Bundesverband der Verbraucherzentralen protestieren dagegen, dass künftig auch die Produzenten von Öko-Eigenstrom, etwa Hausbesitzer mit Solarmodulen auf dem Dach, 50 Prozent der EEG-Umlage zur Förderung des Ökostroms bezahlen sollen. Bisher sind sie von der Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) komplett befreit.

"Wirkt wie eine Strafsteuer"

"Es ist nicht einzusehen, dass Landwirte, Hausbesitzer, Mieter und kleine Gewerbebetriebe für ihren selbst erzeugten erneuerbaren Strom mit der EEG-Umlage belastet werden, aber die stromintensive Industrie umfangreiche Befreiungen und Rabatte für selbst erzeugten Strom erhält", sagte Udo Hemmerling vom Bauernverband der "Rheinischen Post". "Die Erzeugung von Strom durch erneuerbare Energien soll mit der Umlage, die wie eine Strafsteuer wirkt, belegt werden. Das ist hanebüchen", kritisierte auch Holger Krawinkel, der Energieexperte des Verbraucherzentralen-Verbandes (vzbv).

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