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Gericht sagt Zwangsräumung bei Raucher Adolfs ab


Landgericht Düsseldorf  

Zwangsräumung bei Raucher Adolfs abgesagt

18.03.2015, 15:49 Uhr | dpa

Gericht sagt Zwangsräumung bei Raucher Adolfs ab. Raucher Adolfs' Wohnung wird vorerst nicht zwangsgeräumt. (Quelle: dpa)

Vorerst darf er noch bleiben: Raucher Friedhelm Adolfs in seiner Wohnung in Düsseldorf. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa. (Quelle: dpa)

Der Antrag gegen den geplanten Rausschmiss von Raucher Friedhelm Adolfs (76) hatte Erfolg. Das Düsseldorfer Landgericht hat die für kommenden Dienstag geplante Zwangsräumung der Wohnung abgesagt.

Eine Räumung wäre für ihn ein nicht zu ersetzender Nachteil, weil er für diese Miete in Düsseldorf keine vergleichbare Wohnung finden würde, sagte eine Gerichtssprecherin am Mittwoch in Düsseldorf der Deutschen Presse-Agentur. Gegen die Entscheidung gebe es kein Rechtsmittel.

Berufungsverfahren folgt

Zunächst müsse daher die Entscheidung des Landgerichts im Berufungsverfahren abgewartet werden, ob die Kündigung des Mietvertrags durch die Vermieterin tatsächlich rechtmäßig war. Der Mieter habe durchaus Chancen, die Berufung für sich zu entscheiden.

Adolfs' Vermieterin hatte dem Raucher 2013 fristlos die Wohnung gekündigt. Als Grund nannte sie die unzumutbare Belästigung der Nachbarn durch Zigarettenqualm, der von der Wohnung in den Hausflur dringe.

Mit seiner Klage gegen die Kündigung hatte Adolfs vor dem Amts- und dem Landgericht Düsseldorf verloren. Erst der Bundesgerichtshof hatte das Urteil im Februar aufgehoben und an das Landgericht zurückverwiesen. Zudem äußerte sich die Richterin ungläubig: Sie habe "gewisse praktische Schwierigkeiten" bei der Vorstellung, dass von einer Wohnung in den Hausflur dringender Zigarettenrauch so stinken könne, dass dadurch der Hausfrieden nachhaltig gestört werde.

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