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Immobilien: KfW prognostiziert steigende Nachfrage bei Wohnungen


Studie  

KfW: steigende Nachfrage bei Wohnungen bis 2020

02.06.2008, 15:28 Uhr | AFP / T-Online, t-online.de

Altersgerechte Wohnungen zentrales Thema in der Zukunft.  (Foto: imago)Altersgerechte Wohnungen zentrales Thema in der Zukunft. (Foto: imago) Die Nachfrage nach Wohnungen hierzulande wird einer Studie zufolge trotz des Bevölkerungsrückgangs bis 2020 weiter steigen. Grund sei die wachsende Zahl von Single-Haushalten, heißt es in der in Frankfurt am Main vorgestellten Studie "Perspektiven der Wohnwirtschaft" der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Erst langfristig werde der Bedarf an Wohnungen und damit auch am Wohnungsneubau wegen der demografischen Entwicklung zurückgehen: Vor allem durch die starke Abnahme der für den Wohnungsneubau besonders wichtigen Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen um mindestens ein Drittel bis zum Jahr 2050.

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Wohnungsneubau wird an Bedeutung verlieren
Der Wohnungsneubau verliert den KfW-Volkswirten zufolge mittel- und langfristig weiter an Bedeutung, der Anteil an Investitionen in den Wohnungsbestand aber wird immer größer. Schwerpunkt der Modernisierung bestehender Wohnungen dürfte dabei neben der Energieeffizienz vor allem das altersgerechte Wohnen sein. Bis 2020 könnten zusätzlich 800.000 Wohnungen für alte Menschen gebraucht werden.

Gezielt in altengerechte Wohnungen investieren
Der altengerechte Umbau wird daher als eine der zentralen Aufgaben für Wohnungswirtschaft und -politik in den nächsten Jahrzehnten angesehen, wie es weiter heißt. Eine Schätzung der Verbände der Bau- und Wohnungswirtschaft geht davon aus, dass durch die Schaffung von einer Million altersgerechter Wohnungen die Pflegekassen und Sozialhaushalte um 15 bis 20 Milliarden Euro entlastet werden könnten. Der Umbau könne daher zusammen mit geeigneten ambulanten Pflegeangeboten maßgeblich dazu beitragen, eine Kostenexplosion bei den Hilfs- und Pflegeleistungen zu verhindern.

Förderung des Wohneigentums
Neben der Sanierung des Wohnungsbestandes stellt die Förderung der Wohneigentumsbildung eine weitere zentrale Herausforderung für die Wohnungspolitik dar. Selbst genutztes Wohneigentum leistet den größten Beitrag zur privaten Altervorsorge in Deutschland und darf daher nach Ansicht der KfW-Volkswirte gegenüber anderen Vermögensanlagen nicht vernachlässigt werden. Vor allem jungen Familien mit Kindern ermöglicht die Wohneigentumsförderung den Erwerb eines eigenen Heims. Sie ist daher Altersvorsorge in zweifacher Hinsicht. Werden die Rahmenbedingungen zur Bildung selbst genutzten Wohneigentums nicht verbessert, so wird Deutschland mit einer Wohneigentumsquote von nur 43 % weiterhin das Schlusslicht in Europa bleiben. Lediglich die Schweiz weist eine geringere Quote auf.

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Mittel noch effizienter einsetzen
Vor allem in den neuen Bundesländern, aber auch in den strukturschwachen Regionen Westdeutschlands, besteht ein erheblicher und in Zukunft noch größer werdender Handlungsdruck in der Stadtentwicklung. Die gravierenden finanziellen Engpässe in vielen Kommunalhaushalten und das damit einhergehende Investitionsdefizit machen es notwendig, die verfügbaren Mittel noch effizienter einzusetzen und verstärkt private Investoren für die Finanzierung von Stadtentwicklungsvorhaben zu gewinnen. Wenn Investitionen in Stadtumbaugebieten keine angemessene Rendite versprechen, müssen geeignete Finanzierungs- und Förderangebote unterbreitet und lohnende Perspektiven aufgezeigt werden.

Wohneigentum: zentrales Anliegen der Stadtentwicklungspolitik
Der von der KfW initiierte Expertenkreis Stadtentwicklung schlägt vor, angesichts des Investitionsdefizits in Problemregionen einen bundesweiten "Stadtentwicklungsfonds Wohnen" aufzulegen, der Investitionskredite mit einer besonderen Zinspräferenz vergibt. Die Förderung des Wohneigentums sollte in Zukunft zur Schlüsselstrategie bei der Stadtentwicklung werden, um die Wohnungsnachfrage in vorhandene Siedlungsgebiete zu lenken und Leerstände zu reduzieren.


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