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Teuer wohnen in Düsseldorf oder München


Immobilienpreise  

Teuer wohnen in Düsseldorf oder München

21.06.2008, 18:58 Uhr | t-online.de / bv, t-online.de

Traum vom Wohneigentum: Immobilienpreise unterscheiden sich stark nach regionaler Lage (Foto: imago)Haustraum: Immobilienpreise unterscheiden sich stark nach regionaler Lage (Foto: imago) Kaufinteressenten für eine Wohnimmobilie haben zurzeit offenbar gute Karten. Das ist zumindest die Einschätzung der Landesbausparkassen (LBS). Sie haben gerade die neunte Ausgabe ihrer Broschüre "Markt für Wohnimmobilien" herausgebracht. Demnach sind die Immobilienpreise stabil geblieben, das Zinsniveau niedrig. Besonders teuer sind Wohnimmobilien in München.

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Zahl der Neubauten zu niedrig

Das Angebot an Neubauten sei trotz der grundsätzlichen Schwäche in diesem Bereich noch nicht zu knapp. Außerdem könnte es hier durch die Einführung der neuen Eigenheimrente (Wohn-Riester) neue Impulse geben, sagte LBS-Verbandsdirektor Hartwig Hamm. Wegen der verschlechterten steuerlichen Bedingungen rechnet die LBS allerdings für die nächsten Jahre mit einer Wohnungslücke, weil der Bedarf schneller steigen wird als das Angebot.

Der Süden ist teuer, der Osten billig

Entscheidend für den Preis eines Einfamilienhauses ist seine regionale Lage. Hier gibt es große Unterschiede. Je höher der Wohlstand in einer Region, desto höher auch die Hauspreise. Laut LBS ist der Wert einer Immobilie in Ostdeutschland am niedrigsten, wobei Berlin hier eine Ausnahme bildet. Vom Osten geht es dann entgegen dem Uhrzeigersinn über den Norden und Westen in den teuren Süden.

Große Preisunterschiede in den Regionen

Während im Osten der Quadratmeter eines Baugrundstücks in Mittel- und Großstädten 70 Euro kostet, sind es im Norden 130, im Westen 200 und im Süden 280 Euro. Ein durchschnittliches freistehendes Einfamilienhaus kostet in Sachsen-Anhalt 150.000 Euro, in Hamburg 260.000, in Frankfurt am Main 430.000 und in München 650.000 Euro. Berlin ist die "teure Insel" im Osten mit einem Vergleichspreis von 420.000 Euro.

Insgesamt ist das Preisniveau leicht rückläufig

Ungeachtet dessen erwartet die LBS, dass die Preise für Einfamilienhäuser im Osten bis zum Jahresende um 1,3 Prozent steigen, während sie im Westen um 0,9 Prozent sinken sollen. Insgesamt ergibt sich dadurch eine erwartete Preisreduktion um 0,6 Prozent. Bei Reihenhäusern erwartet die LBS weitgehend konstante Neubaupreise, nur im Süden wird eine Steigerung erwartet.

Köln, München und Düsseldorf an der Spitze

Besonders teuer sind gebrauchte freistehende Eigenheime aktuell in Düsseldorf, Köln und München, wo die Preisspanne bis zu 1,2 Millionen Euro reicht. Sie sind damit dort in der Spitze rund doppelt so teuer wie in Berlin, Frankfurt oder Stuttgart. Gebrauchte Reihenhäuser kosten mit bis zu 700.000 Euro in München besonders viel. Der zweite Platz geht hier an Stuttgart mit bis zu 450.000 Euro. Bei gebrauchten Eigentumswohnungen in Großstädten kann die Preisspanne pro Quadratmeter 1050 bis 2750 Euro und bei neuen Objekten 1400 bis 3000 Euro betragen.

Deutsche relativ selten in eigenen vier Wänden

Nach wie vor ist selbstgenutztes Wohneigentum in Deutschland relativ wenig verbreitet. Während 87 Prozent der Spanier in den eigenen vier Wänden wohnen, sind es in Deutschland nur 43 Prozent. Die Bundesrepublik liegt damit in dieser Übersicht auf dem vorletzten Platz, vor der Schweiz (35 Prozent).

Wohneigentum entlastet im Alter finanziell

Vor allem die Aussicht auf mietfreies Wohnen im Alter macht den Kauf einer Immobilie für viele Menschen attraktiv. Die LBS hat diese sogenannte "Immobilien-Rente" ausgerechnet: Im Schnitt wird demnach ein Rentner monatlich um 519 Euro (West: 530 Euro; Ost: 403 Euro) entlastet, wenn er statt zur Miete in komplett bezahltem Wohneigentum wohnt. Dabei wurden die Unterhaltsaufwendungen bereits berücksichtigt.

Die Broschüre "Markt für Wohnimmobilien 2008" können Sie kostenlos bei der LBS bestellen.

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