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Wohnen auf dem Lande: Spritpreise vermiesen Pendlern günstige Wohnkosten


Häuschen im Grünen  

Teures Pendeln verringert Preisvorteil auf dem Land

24.07.2008, 13:43 Uhr | bv, dpa-AFX, dpa-tmn, t-online.de

Neubausiedlung im hessischen Friedberg - längere Wege für Pendler (Foto: imago)Neubausiedlung im hessischen Friedberg - längere Wege für Pendler (Foto: imago) Die Grundstückspreise auf dem Land sind in der Regel deutlich niedriger als in der Stadt. Familien mit Kindern, die von einem Haus mit Garten träumen, können sich diesen Wunsch häufig nur im Umland erfüllen. Bei steigenden Energie- und Spritpreisen gerät dieses "Sparmodell" jedoch ins Wanken - vor allem dann, wenn lange tägliche Pendel-Wege entstehen, eventuell sogar zurück in dieselbe Stadt, der man den Rücken kehren wollte.

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Spritpreis torpediert Ersparnis auf dem Land

Die Fahrtkosten können dann die Ersparnis bei der Immobilie innerhalb weniger Jahre wieder zunichte machen. Da die Spritpreise auch in Zukunft weiter steigen dürften, lohnt sich die Rechnung, was ein Umzug aufs Land tatsächlich kostet.

Immobilienpreise je nach Lage unterschiedlich

Die Hauspreise sind in den verschiedenen Regionen Deutschlands recht unterschiedlich. Ein Einfamilienhaus, das im Saarland inklusive Grundstück 350.000 Euro wert ist, kann in einer Münchner Stadtrandlage fast das doppelte kosten. Der Preisunterschied zwischen Metropole und Umland beträgt im Schnitt fast 50.000 Euro für eine Standardimmobilie.

Auch Mietunterschied muss berücksichtigt werden

Bei den Mieten verhält es sich ähnlich: Eine 100 Quadratmeter große Wohnung kostet auf dem Land rund 5 Euro pro qm, in der Stadt etwa 6,80 Euro. Das ergibt einen Unterschied von 180 Euro monatlich bei der Kaltmiete. Dieser Betrag muss den unterschiedlichen Fahrtkosten gegenüber gestellt werden, die in der Stadt bzw. auf dem Land anfallen.

Pendler nutzen häufig das Auto

Je weiter der Arbeitsplatz von der Wohnung entfernt ist, desto häufiger kommt das Auto zum Einsatz: Mehr als 80 Prozent der Pendler, die 10 km oder weiter vom Job entfernt wohnen, setzen sich in den Pkw. Bei den Pendelkosten ist dabei auch zu berücksichtigen, ob die Familie nur auf dem Land ein Auto nutzen und den Wagen in der Stadt abschaffen würde. Davon hängt dann ab, ob für das Pendeln die gesamten Fahrzeugkosten oder nur die benutzungsabhängigen Aufwendungen angesetzt werden müssen. Steuer, Versicherung und Wertverlust fallen nämlich auch an, wenn das Fahrzeug steht.

Spritkosten versus Monatskarte

So kostet beispielsweise jeder Kilometer mit einem zwei Jahre alten Golf 47,5 Cent. Davon entfallen rund 10 Cent auf den Sprit, wenn der Durchschnittverbrauch bei 6,3 Litern auf 100 Kilometern liegt. Die Spritkosten für einen Arbeitsweg von einfach 40 km liegen damit im Monat aktuell bei etwa 165 Euro. Eine Monatskarte käme sogar auf über 200 Euro.

Benzinverbrauch in der Stadt höher

Für eine kürzere Strecke, wie sie in der Stadt anzunehmen wäre, würde der Durchschnittsverbrauch des Autos ansteigen, beispielsweise auf neun Liter, was 13,5 Cent entspräche. Zehn Kilometer einfacher Arbeitsweg in der Stadt kosten damit im Monat knapp 60 Euro, etwa das gleiche wie eine Monatskarte.

Verfassungsgericht entscheidet über Pendlerpauschale

Zu berücksichtigen sind auch die Auswirkungen der geänderten Pendlerpauschale. Wer weniger als 20 Kilometer einfache Strecke zur Arbeit hat, kann die Pendlerpauschale nach geltender Gesetzgebung nicht mehr ansetzen. Darüber entscheidet aber noch das Bundesverfassungsgericht, dem eine Beschwerde dazu vorliegt. Die Hoffnungen der Pendler liegen dabei ausschließlich in Karlsruhe. Von der Bundesregierung ist kein Entgegenkommen zu erwarten. Finanzminister Peer Steinbrück sagte am Mittwoch der "Frankfurter Rundschau", er lehne eine Rückkehr zur alten Pendlerpauschale ab, die vom ersten Kilometer an gegolten hatte.

Steinbrück gegen "Trostpflaster"

Die alte Regelung würde den Staat viel Geld kosten, das an anderer Stelle fehle, zum Beispiel für die Bildung, so Steinbrück. "Wer den Leuten vormacht, man könne das Problem der höheren Kraftstoffkosten mit Einmal-Trostpflastern lösen, streut den Menschen wider besseren Wissens Sand in die Augen", erklärte der Finanzminister. Das einzige, was jetzt helfe, sei der sparsamere Umgang mit Energie sowie die Fortentwicklung alternativer Technologien. Oder eben ein Umzug in die Nähe des Arbeitsplatzes.

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