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Mietrecht: Grundsteuer muss exakt nach Nutzung aufgeschlüsselt werden


Mietrecht  

Grundsteuer muss genau aufgeschlüsselt werden

17.11.2008, 15:52 Uhr | bv, dpa-tmn, dpa, t-online.de

Haus mit Wohn- und Geschäftsfläche - eventuell unterschiedliche Grundsteuer (Foto: dpa)Haus mit Wohn- und Geschäftsfläche - eventuell unterschiedliche Grundsteuer (Foto: dpa) Wenn Gebäude gemischt genutzt werden, also zum Beispiel Wohnungen und Geschäfte vorhanden sind, sollten Wohnungsmieter darauf achten, dass sie nicht zu viel Grundsteuer zahlen. Darauf hat der Mieterverein Hamburg hingewiesen. Für Gewerbeflächen ist die Grundsteuer höher. Der Vermieter muss deshalb zunächst den Grundsteueranteil für die Gewerbeflächen abziehen, bevor er die restliche Grundsteuer auf seine Wohnungsmieter umlegt. Für den Mieter müsse aus der Nebenkostenabrechnung ersichtlich sein, ob und in welcher Höhe diese sogenannten nicht umlagefähigen Kosten "vorab abgesetzt" worden sind.

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Vermieter muss Grundsteuerbescheid auf Wunsch vorzeigen

Dabei muss aus der Berechnung hervorgehen, wie viel von der Gesamtsumme vorweg für die Gewerbeflächen abgezogen wurde ("Vorwegabzug"). Entsprechend hat nach Angaben des Mieterbundes der Bundesgerichtshof in Karlsruhe im Jahr 2007 geurteilt (Az.: VIII ZR 1/06). Ebenso müsse der Umlageschlüssel für die verbleibende Summe dargelegt werden. Bei Unklarheiten sei Einsichtnahme in die Unterlagen des Vermieters möglich - auf Verlangen müsse er dem Mieter den Grundsteuerbescheid präsentieren.

Warum müssen Mieter Grundsteuer zahlen?

Nach Angaben des Mietervereins fragen Mieter immer wieder, warum sie Steuern des Vermieters überhaupt bezahlen müssen. Die Antwort lautet, dass die Grundsteuer im Katalog der gesetzlich festgelegten Betriebskosten steht. Wenn das im Mietvertrag vereinbart wurde, dürfen Vermieter sie also auf die einzelnen Parteien umlegen.

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