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Wohnungsbau: In Deutschland fehlen 200.000 Wohnungen jährlich


Studie  

Deutschland fehlen 200.000 Wohnungen jährlich

18.03.2009, 18:56 Uhr | bv, dpa, t-online.de

Neubauwohnungen - Studie sieht erhöhten Bedarf (Quelle: imago images)Neubauwohnungen - Studie sieht erhöhten Bedarf (Quelle: imago images) Deutschland braucht angeblich einen Schub beim Neubau von Wohnungen. Das legt eine Studie des Eduard Pestel Instituts und der Wohnungswirtschaft nahe. Demnach fehlen jährlich mindestens 200.000 Wohnungen. Schuld daran seien die demografische Entwicklung und der Verfall älterer Wohnungen. #

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Wohnungsbau muss angeblich verdoppelt werden

Statt der jährlich inzwischen weniger als 200.000 neuen Wohnungen müssten deshalb mindestens 400.000 gebaut werden, erläuterte Marktforscher Matthias Günther. Nach Angaben aus der Wohnungswirtschaft erscheint bei etwa 20 Prozent der Wohnungen der 50er, 60er und 70er Jahre eine Sanierung und Modernisierung nicht sinnvoll. "Wirtschaftlich günstiger sind hier Abriss- und Neubau", sagte Günther.

Anreize für Neubauten gefordert

Die Vertreter der Wohnungswirtschaft und der Deutsche Mieterbund forderten zur Ankurbelung des Neubaus gezielte Förderungen. So sollte die degressive steuerliche Abschreibung auf Anlagen mit vier Prozent wieder eingeführt werden, forderte Walter Rasch, Präsident des Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW).

Zahl der Haushalte soll steigen

Als Gründe für den hohen Wohnungsbedarf sieht die Studie eine weiterhin durch mehr Singles ausgelöste Zunahme der Zahl von Haushalten. Neben dem Ersatz für wegfallende Wohnungen spielten aber auch die abnehmende Zahl von Untermieterhaushalten, mehr Zweit- und mehr Ferienwohnungen eine Rolle.

Bedarf vor allem im Westen

Der Wohnungsbedarf bezieht sich dabei mit Ausnahme des Großraums Berlin nur auf westliche Bundesländer. Im Osten gibt es durch Bevölkerungsschwund so gut wie keinen zusätzlichen Bedarf. Durch die Demografie wird der Wohnungsbedarf bundesweit ab dem Jahr 2017 dann zunächst stagnieren und ab 2021 vermutlich wieder sinken. Die Studie sieht aber auch einen qualitativen Zusatzbedarf an Wohnungen, sodass auch bis 2025 noch mehr gebaut werden müsste, als dies heute der Fall ist.

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