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Nach dem Bau-Boom die tiefe Rezession


Spanien  

Nach dem Bau-Boom die tiefe Rezession

24.03.2009, 20:17 Uhr | sky, dapd, t-online.de

Krise im spanischen Immobilienmarkt (Foto: imago)Krise im spanischen Immobilienmarkt (Foto: imago) Die spanische Wirtschaft wurde in den vergangenen Jahren von einem Immobilien-Boom ohne Gleichen befeuert. Immer neue Apartmentblocks wurden gebaut, die von immer weniger solventen Spaniern auf Kredit gekauft wurden. Auch die Nachfrage aus dem Ausland heizte den Markt an. Auch aus dem knochentrockenen Boden in der Provinz Almería im Südosten Spaniens wuchsen Ferienhäuser, Golfplätze und Gewächshäuser scheinbar wie Unkraut. Doch das ist nun Vergangenheit.


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Nach dem Boom der Absturz

Die Blase ist geplatzt, und Spanien befindet sich auf dem Weg in eine tiefe Rezession, gepaart mit Rekordarbeitslosigkeit. In Almería im Herzen Andalusiens liegt die Arbeitslosenrate bereits bei 25 Prozent, eine der höchsten in ganz Spanien, wo im landesweiten Durchschnitt 13,9 Prozent keinen Job haben. Die Regierung befürchtet für dieses Jahr einen Anstieg auf 16 Prozent, unabhängige Beobachter halten auch 19 Prozent für möglich - damit wäre Spanien einsame Spitze in ganz Europa.

Die Rezession trifft vor allem die Arbeiter

In Almería, wie in weiten Teilen Spaniens, fußte der Boom der vergangenen Jahre vor allem auf dem Bau und auf gering qualifizierter Arbeit. Doch diese Jobs schwinden als erste. "Wir haben hier zehn erfolgreiche Boom-Jahre gehabt, aber es zeigt sich, dass wir nicht so eine große Mittelklasse haben wie wir dachten", erklärt Gewerkschaftsvertreter Antonio Rosal. Fast täglich gebe es neue Massenentlassungen.

Schwemme an Immobilien

In der Provinzhauptstadt Almería scheint auf den ersten Blick trotzdem alles ganz normal zu sein: Mittags füllen sich die Bars, die Menschen trinken einen Aperitif oder ein Bier, die Restaurants sind voll. Doch beim zweiten Blick fallen an vielen Balkonen die "zu verkaufen"-Schilder auf. Einige Läden sind verrammelt, und am Stadtrand gibt es zahlreiche halbfertige Baustellen. "Die Stadt des Lichts" zeigt die Tristesse am deutlichsten: Die zwei Apartmenthochhäuser stehen wie Skelette in der Landschaft, außenherum Kräne, es herrscht Totenstille.

Monokultur Bauwirtschaft

Viele Volkswirte sagen, dass das spanische Wachstum einer soliden Grundlage und Ausgewogenheit entbehrte - 20 Prozent der Wirtschaftsleistung entfielen auf den Bausektor und damit verbundene Industriezweige. "Das Baugewerbe war wie ein Zug, der beim Crash dann alles mitgerissen hat", sagt Volkswirt Sandalio Gomez von der IESE Business School in Barcelona. Eines der größten Probleme sei es nun, was aus Hunderttausenden ungelernten Bauarbeitern werden soll, Spanier wie Einwanderer. "Diese Leute sind ohne Mittel. Sozialpolitisch verursacht das enormen Druck", sagt Gomez.

Der Staat muss einspringen

Die Regierung steuert gegen, sie hat ein Konjunkturprogramm für Infrastrukturvorhaben in Höhe von elf Milliarden Euro angekündigt. Experten bezweifeln jedoch, ob dies ausreichen wird, um die Krise abzufedern. Ein spezielles Programm soll zudem arbeitslosen Hausbesitzern ermöglichen, ihre Ratenzahlungen zu halbieren und die Rückstände erst in zwei Jahren wieder zu begleichen.

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