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Krise verstärkt Spaltung des Mietmarktes


Mieten  

Krise verstärkt Spaltung des Mietmarktes

08.05.2009, 13:59 Uhr | fre, dapd, t-online.de

In der Krise sinken vielerorts auch die Mieten. (Bild: Imago)In der Krise sinken vielerorts auch die Mieten. (Bild: Imago) Die Finanzkrise verstärkt die Spaltung des deutschen Mietmarktes in Boom-Regionen und Gebiete mit hohem Altersdurchschnitt oder hoher Arbeitslosigkeit. Diese finden sich vor allem jenseits der Ballungsräume und in Ostdeutschland. Bei Abschlüssen von neuen Mietverträgen seien in einigen, ohnehin schon preisgünstigen Regionen bereits stagnierende oder sogar rückläufige Mieten zu verzeichnen, sagte der Sprecher des Deutschen Mieterbundes, Ulrich Ropertz, der Nachrichtenagentur AP.

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Finanzkrise verstärkt Differenzierung des Marktes

In Ballungsgebieten seien keine sinkenden Mieten zu beobachten. Im Prinzip verstärke die Finanzkrise nur die ohnehin vorhandenen Tendenzen auf dem sehr differenzierten Wohnungsmarkt in Deutschland, sagte Ropertz. Es gebe zwar sehr nachfragestarke Regionen mit hohen Mieten. Aber vor allem in ostdeutschen Regionen schlage der demografische Effekt voll durch. Zudem sei wegen hoher Arbeitslosigkeit und der entsprechenden Abwanderung ein großes Wohnungsangebot vorhanden. Hier könne die Finanzkrise die Tendenz zu stagnierenden oder sinkenden Mieten verstärken.



Finanzinvestoren sparen und erhöhen Mieten

In Ballungsräumen, Groß- oder Universitätsstädten wie etwa München, Stuttgart, dem Rhein-Main-Gebiet oder Köln/Düsseldorf gebe es dagegen weitere Mietsteigerungen. Zudem gebe es das Marktsegment der Immobilien, die von ausländischen Finanzinvestoren aufgekauft worden seien. Diese hätten hohe Renditeerwartungen, die aber wegen der Finanzkrise schwer zu erfüllen seien, so dass die Investoren entweder mit Ausgabensenkung oder Mieterhöhung reagierten.



Mietpreise folgen Häuserpreisen

Auch hier verstärke die Krise nur die bereits vorhandene Tendenz. Generell verwies Ropertz darauf, dass bei sinkenden Immobilienpreisen, wie sie im Moment zu verzeichnen seien, kurz- und mittelfristig auch mit sinkenden Mieten zu rechnen sei: "Es wird eine parallele Entwicklung geben: Wenn die Immobilienpreise dauerhaft zurückgehen, werden auch die Mieten sinken", sagte er der "Bild"-Zeitung. Bei Bestandsverträgen dürfte es aber eine Weile dauern, bis sinkende Immobilienpreise durchschlügen, wurde Ropertz zitiert.

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