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Preise für Wohneigentum ziehen an


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Preise für Wohneigentum ziehen an

26.05.2009, 16:53 Uhr | mmr, AFP, t-online.de

Häuserpreise zuletzt wieder gestiegen (Quelle: imago images)Häuserpreise zuletzt wieder gestiegen (Quelle: imago images) Wohnhäuser sind in Deutschland in den vergangenen Jahren einer Studie zufolge deutlich teurer geworden. Hauskäufer mussten 2006 und 2007 rund ein Zehntel mehr für die eigenen vier Wände zahlen als noch in den Jahren zuvor, wie die Gruppe der Landesbausparkassen (LBS) am Montag in Berlin unter Berufung auf eine Wohneigentumsstudie des Marktforschungsinstituts Infratest mitteilte. Und: Wer gedacht hat, dass die aktuelle Wirtschaftskrise Häuser billiger macht, sieht sich getäuscht.

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Sowohl Neubauten als auch ältere Häuser teurer

Neubau-Immobilien wurden demnach in den vergangenen Jahren um 13 Prozent teurer, gebrauchte Häuser um rund ein Zehntel. Grund für die steigenden Preise sei unter anderem das knappe Wohnungsangebot und die vergleichsweise schwache Bautätigkeit in Deutschland.



Neu- und Gebrauchthäuser wieder teurer (Grafik: obs/ Landesbausparkassen)Neu- und Gebrauchthäuser wieder teurer (Grafik: obs/ Landesbausparkassen)

Niedrige Zinsen machen Baufinanzierung attraktiv

Auch im laufenden Jahr halten sich die Preise. 2009 seien die Häuserpreise in Deutschland in den ersten Monaten trotz Wirtschafts- und Finanzkrise zumindest stabil geblieben, teilte die LBS mit. Die von den Bausparkassen vermittelten Hauskäufe hätten zwischen Januar und März bundesweit sogar um vier Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht zugenommen. Besonders gefragt sind Einfamilienhäuser in Ballungsräumen und in deren unmittelbarem Umfeld. Derzeit macht laut LBS "ein extrem niedriges Zinsniveau" die Finanzierung von Wohnraum interessant. Daneben würden Immobilien in der Finanzkrise "als sichere und solide Anlageform" gesehen.



Schwacher Auftragseingang im Baugewerbe

Zu den gestiegenen Immobilienpreisen passen die rückläufigen Auftragseingänge im Baugewerbe in Deutschland. Im März sanken sie weiter, der Rückgang fiel aber deutlich geringer aus als im Januar und Februar. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mitteilte, verzeichnete das Bauhauptgewerbe preisbereinigt einen Rückgang um 9,1 Prozent im Vergleich um März 2008. Dabei sackte die Hochbaunachfrage mit 13,3 Prozent stärker ab als die Tiefbaunachfrage mit minus 4,6 Prozent. Im Januar und Februar waren die Bauaufträge um 24,4 und 17,5 Prozent eingebrochen. Für das erste Quartal 2009 sind die Auftragseingänge preisbereinigt um 16,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen.

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Wohnungsbau erreicht Tiefstand

In Deutschland wurden im vergangenen Jahr so wenige neue Wohnungen gebaut wie seit Ende des Zweiten Weltkrieges nicht mehr. 2008 seien rund 175.000 Bauanträge genehmigt worden und damit 4,2 Prozent weniger als noch im Jahr zuvor, teilte das Institut für Städtebau, Wohnungswirtschaft und Bausparwesen (IFS) am Mittwoch in Berlin mit. Damit setze sich der langjährige Trend nach unten weiter fort. 1998 seien noch insgesamt 476.000 Wohnungen genehmigt worden.

Baugenehmigungen weiter rückläufig

Die Zahl der Baugenehmigungen in Westdeutschland sei 2008 um 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen, teilte das IFS mit. In Ostdeutschland legte die Zahl der Bauanträge demnach um 13,6 Prozent zu, jedoch von einem "extrem niedrigen" Niveau aus. In den vergangenen fünf Jahren sei die Zahl der Baugenehmigungen deutschlandweit im Schnitt um 35 Prozent zurückgegangen.


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