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Mieter zahlen 2,4 Milliarden Euro zu viel Heizkosten


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Mieter zahlen 2,4 Milliarden Euro zu viel Heizkosten

29.08.2010, 16:37 Uhr | AFP, en-wid, sid, AFP, t-online.de

Mieter zahlen 2,4 Milliarden Euro zu viel Heizkosten. Heizkosten: Vermieter haben Anspruch auf günstige Einkaufspreise durch den Vermieter (Foto: imago)

Heizkosten: Vermieter haben Anspruch auf günstige Einkaufspreise durch den Vermieter (Foto: imago)

Mieter in Deutschland zahlen häufig zu viel für ihre Heizung, weil der Vermieter nicht genügend auf die Einkaufspreise achtet. Vermieter ließen sich Brennstoffe wie Gas oder die Ablesefirma oft zu viel kosten, teilte die Klimaschutz-Beratung co2online mit. Mieter könnten im Schnitt 120 Euro pro Jahr sparen, wenn der Vermieter den Energielieferanten wechseln würde. Weitere 40 Euro Ersparnis sind demnach drin, wenn eine neue Messfirma mit dem Ablesen beauftragt würde. Die 160 Euro entsprechen bei im Schnitt 760 Euro Heizkosten pro Jahr einer Ersparnis von mehr als 20 Prozent.

Die Mieter sind den überhöhten Preisen allerdings nicht ausgeliefert, sie können sich wehren. So kann jeder Mieter mit einem vom Bundesumweltministerium geförderten kostenlosen Gutachten feststellen, wie viel Geld er zu viel zahlt. Mit dem Ergebnis des Gutachtens kann der Mieter sich an den Vermieter wenden und diesen auffordern, die Kosten zu verringern. Darauf habe der Mieter wegen des Wirtschaftlichkeitsgebots im Bürgerlichen Gesetzbuch einen Anspruch.

Brennstoffe günstiger einkaufen

"Das Gebot untersagt Vermietern, unverhältnismäßig hohe Kosten an ihre Mieter weiterzugeben", erklärt Dietmar Wall vom Deutschen Mieterbund. Kostenreduzierungen sind für Vermieter möglich, indem sie beispielsweise Brennstoffe wie Gas oder Öl günstiger einkaufen. Hier ergeben sich durch die Marktliberalisierung große Einsparpotenziale. Darüber hinaus können sie von teuren Mess-Dienstleistern und Wartungsfirmen zu günstigeren Serviceanbietern wechseln. Zudem kann durch einen Austausch der Pumpen im Heizungskeller nicht nur der Betriebsstromverbrauch verringert werden, auch die Umwelt wird geschützt.

Mieter und Vermieter oft uninformiert

Oft seien Vermieter schlicht zu wenig informiert, um die Heizkosten zu senken. Sie hätten auch wenig Interesse daran, da sie die Kosten weitergeben können. Aber auch die Mieter seien sich oft der Überzahlungen nicht bewusst. Für die Berechnung des Einsparpotenzials verglich die gemeinnützige Initiative co2online die Daten von 12.500 Gebäuden in Deutschland.

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