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Winterschäden am Haus vorbeugen

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Frost  

Winterschäden am Haus vorbeugen

30.11.2010, 17:17 Uhr | dpa-tmn, dpa-tmn

Winterschäden am Haus vorbeugen. Vor dem ersten Frost Leitungen kontrollieren (Foto: imago)

Vor dem ersten Frost Leitungen kontrollieren (Foto: imago) (Quelle: imago)

Nicht nur Wasserrohre außerhalb des Hauses wie die Gartenleitung laufen Gefahr, im Winter einzufrieren. Das kann auch bei Rohren in ungeheizten Räumen wie einer Garage oder einem Wintergarten, einem wenig genutzten Gäste-WC oder dem Keller passieren. Auch Räume, in denen immer ein Fenster gekippt war, sind gefährdet, erklärt Uta Maria Schmidt, Bauberaterin bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in Mainz. In vielen Fällen lasse sich aber durch ein paar Sicherheitsvorkehrungen vermeiden, dass Rohre einfrieren.

Zunächst werden alle frostgefährdeten Leitungen entleert und möglichst abgestellt. Das gilt für die Gartenleitung, aber auch für alle Rohre, die nicht ausreichend tief verlegt sind. "Werden Rohre im Außenbereich neu installiert - zum Beispiel als Zuleitung zu einem Nebengebäude - so müssen sie frostfrei verlegt werden, das heißt tiefer als 80 Zentimeter", sagt Schmidt.

Dämmung der Leitungen überprüfen

Dachrinnen und Fallrohre müssen nach dem Laubfall gründlich gesäubert sein, so dass ein freier Abfluss gesichert ist. "Im Keller oder auf dem unbeheizten Dachboden sollte man nachschauen, dass nicht ein Fenster versehentlich offen steht oder kaputt ist", ergänzt Michael Wagnitz vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima in Potsdam.
Und im Gäste-WC oder Abstellraum bleibt während des Ski-Urlaubs die Heizung am besten auf kleiner Stufe in Betrieb.

In manch einem Altbau gibt es immer noch Leitungen, die nicht isoliert sind - etwa im nicht ausgebauten Spitzboden. "Eine Rohrdämmung verhindert zwar das Einfrieren nicht, aber sie verzögert es. Deshalb sollte man ab und zu prüfen, ob die Dämmung noch in Ordnung ist", rät Wagnitz. Im Rahmen eines Heizungs-Checks kann diese Kontrolle der Fachmann übernehmen. Nachbessern kann dann auch ein wenig geübter Heimwerker oft selbst.

Begleitheizungen können helfen

Überall dort, wo die Frostgefahr nicht komplett beseitigt werden kann, sind sogenannte Begleitheizungen die Notvarianten. Der Fachmann unterscheidet zwischen zwei Systemen: Heizbändern und Heizkabeln. Sie werden von zahlreichen Herstellern produziert und sind im Fachhandel oder auch im Internet erhältlich. Heizbänder bestehen aus zwei parallelen Heizsträngen. Dazwischen liegt ein Kohlenstoffelement, das auf die Umgebungstemperatur reagiert. Sowohl Heizbänder als auch Heizkabel werden mit Stecker oder zur Installation angeboten.

Beide Systeme können auch im Außenbereich, als Dachrinnen- und Fallrohrheizung, eingesetzt werden. Dort ist eine höhere Stromleistung notwendig, weil die Isolierung fehlt und viel Wärme in die Umgebung abgegeben wird. Entsprechend höher sind die Verbrauchskosten. Für den Außenbereich gibt es vom Fachmann fest installierte Lösungen.

Was tun bei zugefrorenen Leitungen?

Wird in der Frostperiode ein Heizkörper nicht warm oder gibt ein Hahn kein Wasser her, dann liegt der Verdacht nahe, dass eine Leitung eingefroren ist. "Dann dreht man als erstes den Hauptwasserhahn zu und öffnet die Verbrauchsstellen. Dann kann man mithilfe eines Heizlüfters oder Föns vorsichtig die gefrorene Stelle auftauen", erklärt Uta Maria Schmidt, Bauberaterin bei der Verbraucherzentrale in Mainz. Auch Tücher, die in heißes Wasser getaucht wurden, Heizmatten oder Wärmflaschen sind gute Hilfsmittel, ergänzt der Deutsche Feuerwehrverband Berlin.

"Wenn kein Wasser mehr aus den Verbrauchshähnen kommt, dreht man diese zu und öffnet den Hauptwasserhahn wieder. Dreht sich jetzt die Wasseruhr, ohne dass ein Verbraucher in Betrieb ist, dann ist bereits irgendwo im Haus ein Leitungsschaden entstanden", sagt Schmidt. Platzt allerdings das eingefrorene Rohr bei einer solchen Selbsthilfe-Maßnahme, muss schnell ein Installateur gerufen werden.

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