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Vermieter darf bei unpünktlichen Mietzahlungen kündigen


Vermieter darf bei unpünktlichen Mietzahlungen kündigen

06.06.2011, 09:47 Uhr | dpa-tmn, AFP, , AFP, dpa-tmn, t-online.de

Vermieter darf bei unpünktlichen Mietzahlungen kündigen. Horror für jeden Mieter: die fristlose Kündigung (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Horror für jeden Mieter: die fristlose Kündigung (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Vermieter können ihren Mietern fristlos kündigen und sie mit Räumungsklagen überziehen, wenn Mieten trotz Mahnungen andauernd zu spät bezahlt werden. Die fristlose Kündigung ist auch dann zulässig, wenn der Mieter irrtümlich von einem späteren Zahlungstermin ausging, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in einem Urteil (AZ: VIII ZR 91/10). (Worauf Sie beim Vermieten einer Wohnung achten sollten)

Miete immer zur Monatsmitte bezahlt

Im aktuellen Fall hatte der Mieter eines Einfamilienhauses die Miete über viele Monate immer erst zur Monatsmitte bezahlt, obwohl sie laut Mietvertrag jeweils zum 3. Werktag eines Monats fällig war. Auch auf zwei Abmahnungen des Hausbesitzers hatte der Mieter nicht reagiert. Der Hausbesitzer hatte daraufhin seinem Mieter fristlos gekündigt und Räumungsklage erhoben. Mit Recht, entschied nun der BGH, und hob damit ein gegenteiliges Urteil der Vorinstanz auf.

Die Miete muss immer pünktlich gezahlt werden

"Mieter müssen sich an die im Mietvertrag vereinbarte Zahlungsweise halten", sagt auch Hermann-Josef Wüstefeld vom Deutschen Mieterbund. Geraten Mieter mit zwei Monatsmieten in Rückstand, dürfen Vermieter den Mietvertrag fristlos kündigen. "Allerdings können Mieter eine solche Kündigung auch wieder unwirksam machen", sagte Wüstefeld. Dafür müsse der ausstehende Betrag auf einmal nachgezahlt werden. Danach müssten sich Mieter allerdings zwei Jahre lang vertragstreu verhalten, bevor sie diese Möglichkeit wieder nutzen können.

Dauerauftrag verhindert Ärger

Mieter sollten daher einen Dauerauftrag für die Mietzahlung einrichten. Auch könne man dem Vermieter eine Einzugsermächtigung erteilen. Dann könnten unberechtigte Beträge im Zweifel zurückgeholt werden, etwa wenn im Verlauf des Monats ein Mangel auftrete, der eine Mietminderung rechtfertige. Zudem müsse in diesem Fall auch der Vermieter darauf achten, dass der richtige Betrag abgebucht werde. Das könne etwa bei Staffelmieten sinnvoll sein.

Bei fehlender Kontodeckung mit Vermieter reden

Ärger können sich Mieter auch einhandeln, falls auf ihrem Konto gerade nicht genug Geld ist, wenn die Miete fällig wird. Denn kann eine Überweisung, ein Dauerauftrag oder eine Einzugsermächtigung mangels Deckung nicht ausgeführt werden, geht das zulasten des Mieters. Und zwar auch, wenn er schuldlos zahlungsunfähig geworden ist, etwa weil er etwa arbeitslos geworden ist. In diesem Fall sollte man sich an seinen Vermieter wenden und um Stundung der Miete bitten. Möglicherweise könne auch das Sozialamt helfen.

Weitere Tipps rund ums Mietrecht im Mietrechtslexikon

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