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Mieterbund warnt vor "Mietpreis-Explosion"


Mieterbund warnt vor "Mietpreis-Explosion"

28.02.2012, 11:11 Uhr | AFP, AFP

Mieterbund warnt vor "Mietpreis-Explosion". Eine energetische Sanierungen wird auch für Mieter teuer (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Eine energetische Sanierungen wird auch für Mieter teuer (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Angesichts möglicher verschärfter Energie-Auflagen für Hausbesitzer warnt der Deutsche Mieterbund (DMB) vor einer "Mietpreis-Explosion". Der Bund müsse im Falle neuer Vorschriften klären, wer für die Kosten der energetischen Modernisierung aufkommen soll und wie diese "überhaupt bezahlt werden sollen", sagte DMB-Sprecher Ulrich Ropertz der "Bild"-Zeitung. "Bleibt es bei den bisherigen Regelungen und Förderungen, droht eine Mietpreis-Explosion."

Mieterbund fordert Milliarden-Förderung

"Wer die Energiewende will, muss auch verbindliche Regelungen für energetische Verbesserungen im Wohnungsbestand schaffen", sagte Ropertz weiter. Dann müsse der Bund aber gleichzeitig auch seine öffentlichen Förderungen auf rund fünf Milliarden Euro hochfahren und nicht auf 900 Millionen Euro zusammenstreichen.

Was auf Mieter zukäme

Wie die Zeitung berichtete, berechtigten dem Mieterbund zufolge Modernisierungskosten in Höhe von 10.000 Euro für die Wohnung zu einer monatlichen Mieterhöhung von 92 Euro. Gäbe ein Hausbesitzer demnach 20.000 Euro für die Modernisierung aus, könnte er die Miete um 183 Euro im Monat erhöhen.

Neben der Erhöhung der öffentlichen Förderung forderte der Mieterbund im Falle härterer Dämmvorschriften für Hausbesitzer die Streichung der elfprozentigen Modernisierungsumlage. Außerdem müssten sich die aus der neuen Regelung ergebenden Mieterhöhungen an der ortsüblichen Vergleichsmiete orientieren.

Dämmvorschriften sollen auch für ältere Häuser gelten

Die "Bild"-Zeitung hatte zuvor berichtet, dass die Bundesregierung Hausbesitzer stärker in die Pflicht nehmen will. Um Klimaziele und nötige Einsparungen für die Energiewende zu erreichen, plane das Bundesumweltministerium, (BMU) bestehende Auflagen zur Dämmung von Neubauten und öffentlichen Gebäuden auf ältere Privathäuser auszuweiten.

Das BMU wollte das nicht bestätigen. Eine Sprecherin sagte lediglich, dass im Ministerium derzeit ein Erfahrungsbericht zum Erneuerbare-Energie-Wärmegesetz abgestimmt werde. Dieser Bericht treffe jedoch keine Festlegungen zu neuen Auflagen oder Vorschriften für Hausbesitzer.

Ministerium: Gestaltung der neuen Regelung noch offen

Das Dokument sei Basis für eine Neuauflage des Gesetzes. Das Gesetz zielt darauf, den Ausbau erneuerbarer Energien bei der Wärmeversorgung von Gebäuden voranzubringen. Wie das Gesetz aber künftig ausgestaltet werde, sei bislang noch offen, sagte die Sprecherin.

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