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Wohnungsmarkt: Mieten steigen wieder stärker


Schluss mit Stagnation: Mieten steigen wieder stärker

17.10.2012, 14:47 Uhr | t-online.de

Wohnungsmarkt: Mieten steigen wieder stärker. In Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) sind die Mieten mit am stärksten gestiegen (Quelle: dpa)

In Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) sind die Mieten mit am stärksten gestiegen (Quelle: dpa)

In Deutschland ist nach Ansicht der Bundesregierung jahrelang zu wenig gebaut worden. Dadurch sind Engpässe auf dem Wohnungsmarkt entstanden. Die wirken sich nun nicht nur auf die Kaufpreise der Immobilien aus, sondern nach Jahren der Stagnation auch auf die Mieten. Das ergibt sich aus dem Immobilien- und Wohnungsmarkt-Bericht 2012, den das Bundesbauministerium in Berlin vorgestellt hat.

Zwar hätten sich die Preise bei Neuvermietungen mit drei Prozent im Durchschnitt nur moderat erhöht, schreibt die Behörde von Bauminister Peter Ramsauer (CSU). In Ballungsräumen und Studentenstädten fiel der Anstieg jedoch wesentlich stärker aus. Die höchsten Mietsteigerungen gab es 2011 in Berlin (plus 7,4 Prozent), Bremen (plus 8,8), Hamburg (plus 7,5), Freiburg (plus 8,1) und Greifswald (plus 10,4 Prozent).

Bestandsmieten stabil, Neuvermietungen teurer

Laut Statistik ist die durchschnittliche Mietwohnung in Deutschland knapp 70 Quadratmeter groß und kostet 376 Euro kalt. Dazu kommen Nebenkosten von 155 Euro.

Dabei ist der Verlauf der Bestandsmieten weiterhin relativ stabil. Zwischen 2001 und 2011 kletterten die Nettokaltmieten laut Bericht jährlich um 1,1 Prozent und damit weniger als die allgemeinen Verbraucherpreise, die um 1,6 Prozent pro Jahr zulegten. Bei Neuvermietungen sind die Steigerungen jedoch wesentlich stärker und liegen bei 2,9 Prozent. Vor allem im Osten gibt es aber auch Landkreise, in denen die Mieten sinken - die Anzahl dieser Landkreise geht jedoch zurück.

Mehrheit der Deutschen sind Mieter

Der Bericht bestätigt außerdem, dass die Deutschen auch weiterhin ein Volk von Mietern sind. Rund 54 Prozent der Wohnungen sind demnach vermietet, die restlichen 46 Prozent werden von den Eigentümern selbst bewohnt. Etwas mehr als acht Prozent der Wohnungen stehen allerdings leer, wobei der Leerstand im Osten mit 11,2 Prozent deutlich höher ist als im Westen, wo er bei 7,6 Prozent liegt.

Der Bericht betonte auch die Bedeutung der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft für den Standort Deutschland. Demnach machen Immobilien mit 87 Prozent den größten Teil am deutschen Anlagevermögen aus. Zusammen mit den Grundstücken betrage das Immobilienvermögen in Deutschland 9,5 Billionen Euro. Die privaten Haushalte haben demnach etwa die Hälfte ihres Vermögens in Immobilien investiert.

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