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Mehrheit für Neuregelung der Maklergebühren in Sicht

Mehrheit für Neuregelung der Maklergebühren in Sicht

24.10.2012, 14:36 Uhr | t-online.de , dapd , dpa

Hamburgs Initiative zur Neuregelung der Maklergebühren kann mit einer breiten Unterstützung im Bundesrat rechnen. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, zeigen sich die Bundesländer Bremen, Schleswig-Holstein, Berlin, Baden-Württemberg und Brandenburg aufgeschlossen für den Vorschlag, künftig Vermieter und nicht Mieter die Maklerkosten zahlen zu lassen. Nordrhein-Westfalen hatte bereits seine Unterstützung zugesichert.

Bei Kostenersparnis für Mieter zu begrüßen

"Wenn das für Wohnungssuchende tatsächlich die Kosten reduziert, könnte Berlin die Initiative unterstützen", sagte eine Sprecherin der Berliner Stadtentwicklungsbehörde. Aus Schleswig-Holstein heißt es dazu: "Im Grundsatz ist die Zielrichtung der geplanten Änderung zu begrüßen."

Im ersten Quartal 2013 will Hamburg die Initiative in den Bundesrat einbringen. Bis dahin versucht Hamburg, die Zustimmung möglichst vieler anderer Länder zu gewinnen. Nordrhein-Westfalen hat seine Unterstützung bereits zugesagt.

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Keine konkrete Regelung

Bisher darf die Maklergebühr maximal zwei Monatskaltmieten plus Umsatzsteuer betragen - das entspricht dem 2,38-fachen einer Monatskaltmiete. Ob der Vermieter oder der Mieter die Gebühr entrichten muss, ist nicht geregelt. Während die Vermieter in bevölkerungsarmen Landstrichen die Maklerkosten häufig selbst tragen, wird die Gebühr in Städten wie Hamburg, Köln oder Düsseldorf meist auf den Mieter abgewälzt.

Provisionen oft kaum bezahlbar

Gerade in Ballungsräumen wie Düsseldorf, Köln oder Münster stiegen die Mieten rasant und damit auch die Provisionen für Makler. Die Miete plus Provision könnten nach Expertenmeinungen sogar viele Normalverdiener in vielen Fällen kaum noch stemmen.

Justizministerin zweifelt am Vorstoß

Zweifel an dem Vorstoß hegt dagegen Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU): "Eine solche Regelung ist gut gemeint, aber sie lässt sich leicht umgehen". Weiter sagte sie, dies sei nicht zielführend. Es werde schwierig sein, zu klären, wer einen Makler zuerst beauftragt habe und zahlen müsse, ergänzte ein Ministeriumssprecher. Wegen dieser "Unschärfen" habe man Zweifel an der Tauglichkeit des Vorstoßes.

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