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Verbrauchswerte der Nachbarn: Mieter dürfen die Betriebskosten vergleichen


Verbrauchswerte der Nachbarn  

Mieter dürfen die Betriebskosten vergleichen

19.09.2013, 14:00 Uhr | dpa-tmn

Verbrauchswerte der Nachbarn: Mieter dürfen die Betriebskosten vergleichen. Verbrauchswerte der Nachbarn: Mieter haben ein Anspruch auf alle Rechnungen (Quelle: dpa)

Verbrauchswerte der Nachbarn: Mieter haben ein Anspruch auf alle Rechnungen (Quelle: dpa)

Die Nebenkosten in Deutschland sind schon zur zweiten Miete geworden. Oft sind die Abrechnungen dazu noch falsch. Um so wichtiger ist es, dass Mieter ihre Heizkosten vergleichen können. Dazu dürfen sie in die Verbrauchswerte ihrer Nachbarn einsehen. Denn nur so sind sie in der Lage, Angaben zum Gesamtverbrauch in der Betriebskostenabrechnung zu überprüfen, befand das Landgericht Berlin (Az.: 65 S 141/12), wie die Zeitschrift "Das Grundeigentum" (Heft 17/2013) des Eigentümerverbandes Haus & Grund Berlin berichtet. Datenschutzrelevante Angaben in den Unterlagen muss der Vermieter im Zweifel schwärzen.

Amtsgericht gab Vermieter Recht

In dem verhandelten Fall hatte ein Mieter mehrere Einwände gegen eine Betriebskostenabrechnung. Unter anderem wollte er wissen, wie viel Heizenergie die übrigen Mieter verbraucht hatten, weil er die Höhe der Nachforderung anzweifelte. Der Vermieter wollte ihm die Unterlagen nicht zur Verfügung stellen. Daher zog der Mieter vor Gericht. Das Amtsgericht gab zunächst dem Vermieter Recht.

Die Berufung hatte allerdings Erfolg: Das Landgericht befand, dass der Vermieter die Einsicht in die Unterlagen gewähren muss. Denn nur so könne ein Mieter auch wirklich prüfen, ob Nachforderungen gerechtfertigt sind. Verweigert der Vermieter die Einsicht, muss der Mieter die Nachforderung nicht in voller Höhe leisten.

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Betriebskosten: leer stehende Wohnungen berücksichtigen

Des Weiteren dürfen Betriebskosten nicht nur auf die vermieteten Wohnungen im Haus verteilt werden. Der Vermieter muss auch nicht bewohnte Wohnungen bei der Kostenverteilung einbeziehen - er darf sich nicht den Anteil für unbewohnte Einheiten von den aktuellen Mietern bezahlen lassen. Das geht aus einem Urteil des Kammergerichts Berlin hervor, auf das der Deutsche Mieterbund in Berlin hinweist (Az.: 12 U 26/09).

Weitere Tipps rund ums Mietrecht im Mietrechtslexikon

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