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In Freiburg sind die Mieten am höchsten - München nur auf Platz zwei


Erschwinglichkeits-Index  

Wo die Miete das Budget besonders belastet

30.09.2013, 15:13 Uhr | t-online.de - jbü

In Freiburg sind die Mieten am höchsten - München nur auf Platz zwei. Blick auf die Freiburger Altstadt: Die Lebensqualität im Süden kostet Mieter viel Geld (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Blick auf die Freiburger Altstadt: Die Lebensqualität im Süden kostet Mieter viel Geld (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Metropolen entwickeln sich für Mieter immer mehr zu Luxusgebieten. Fast wichtiger als der Quadratmeterpreis ist aber die Frage, wie viel vom Einkommen für die Kaltmiete abgeht. Das zeigt nun ein neuer Index. Nicht München, Frankfurt oder Hamburg sind demnach am teuersten - sondern die Sonnenstadt Freiburg.

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Mit 28,1 Prozent steht die Universitätsstadt im Breisgau auf Platz 1. Das für hohe Mieten berüchtigte München folgt auf dem zweiten Rang. Bewohner der Bayern-Metropole müssen im Durchschnitt 25,5 Prozent ihres verfügbaren Einkommens für die Wohnkosten aufbringen. In Heidelberg fließt ebenfalls knapp ein Viertel (24,7 Prozent) des Geldbeutels in die Miete oder das Wohneigentum.

Im Harz leben die Mieter am günstigsten

Die deutsche Hauptstadt Berlin befindet sich mit 21,1 Prozent an zehnter Stelle. Am günstigsten wohnen Mieter im Kreis Osterode im Harz. Sie müssen nur rund zehn Prozent der zur Verfügung stehenden Einkünfte für die Wohnkosten ausgeben.

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Die Werte liefert der Erschwinglichkeitsindex EIMX des Wohnungsportals Immobilienscout24. Erstmals werde so das regionale Verhältnis von Kaufkraft und Wohnungsmiete (ohne Betriebs- und Nebenkosten) analysiert, heißt es in einer Pressemitteilung.

Süden und Westen deutlich teurer als Norden und Osten

Neben den Werten für einzelne Städte und Kreise zeigt der Index ein deutliches Süd-Nord- und West-Ost-Gefälle. Während im süddeutschen Raum der Wohnkostenanteil durchschnittlich bei 18 bis 28 Prozent liegt, rangiert der Norden Deutschlands mit Ausnahme der Region Hamburg durchschnittlich bei zehn bis 15 Prozent. Im Westen des Bundesgebiets (ohne Frankfurt am Main) muss die Bevölkerung im Schnitt 12 bis 20 Prozent des Einkommens für die reinen Wohnkosten aufbringen. Im Osten im Schnitt nur zehn bis 17 Prozent (ohne Berlin und Jena).

Vor allem junge Menschen zieht es in die Großstädte. Die Gründe reichen von kürzeren Wegen zum Arbeitsplatz bis hin zu vielseitigen Freizeitmöglichkeiten. Gleichzeitig kommt es vor allem in ländlichen Regionen Deutschlands zu einem Bevölkerungsrückgang und schrumpfenden Ortschaften.

In diesen Städten war der Anstieg besonders hoch

Diesen Trend belegt der Index mit einer Auswertung, wo der Wohnkostenanteil von 2007 bis 2012 am stärksten gestiegen ist. Unter den Top Ten sind nur Groß- und Universitätsstädte vertreten. In München hat der Anteil des Haushaltseinkommens, den Einwohner für Wohnraum aufbringen müssen, seit dem Jahr 2007 mit knapp fünf Prozent am stärksten zugenommen.

Auf den Plätzen folgen Ingolstadt mit 4,6 Prozent und Regensburg mit 4,1 Prozent. Die Verknappung und Verteuerung des Wohnraums in Berlin wird an der dortigen Steigerungsrate von vier Prozent deutlich.

Wohnungsmärkte in einigen abgelegenen Regionen Ostdeutschlands verzeichnen hingegen eine Abnahme des Einkommensanteils an den Wohnkosten. In Kreisen wie dem Altenburger Land (Thüringen) oder Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) ging der Wohnkostenanteil in den letzten Jahren um 4,4 bzw. 3,5 Prozent zurück. In diesen Regionen ist der Immobilienmarkt durch einen Überhang an Wohnungen und Häusern gekennzeichnet, so dass die Immobilienpreise stagnieren oder sogar fallen.

Tabelle: Die Gewinner und Verlierer bei den Wohnkosten

Stadt/Region

Anteil der Kaltmiete
am Einkommen (in %)

Job-Angebote

Freiburg im Breisgau

28,1

Jobs in Freiburg

München

25,5

Jobs in München

Heidelberg

24,7

Jobs in Heidelberg

Frankfurt am Main

22,7

Jobs in Frankfurt

Kreis Garmisch-Partenkirchen

22,4

Jobs im Kreis Garmisch-Partenkirchen

Kreis Höxter

10,0

Jobs im Kreis Höxter

Kreis Wunsiedel im Fichtelgebirge

9,9

Jobs im Kreis Wunsiedel

Kreis Spree-Neiße

9,7

Jobs im Kreis Spree-Neiße

Mansfeld-Südharz

9,6

Jobs in Mansfeld

Osterode am Harz

9,5

Jobs in Osterode

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