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Drohen höhere Mieten? Energie-Standards für Neubauten verschärft


Drohen höhere Mieten?  

Energie-Standards für Neubauten verschärft

11.10.2013, 14:02 Uhr | t-online.de, AFP

Drohen höhere Mieten? Energie-Standards für Neubauten verschärft. Eine Neufassung der Energieeinsparverordnung soll eine hohe Energieeffizienz bei neuen Häusern sichern (Quelle: imago/Christian Ohde)

Eine Neufassung der Energieeinsparverordnung soll eine hohe Energieeffizienz bei neuen Häusern sichern (Quelle: imago/Christian Ohde)

Wer in Deutschland die eigenen vier Wände neu baut, muss dabei künftig schärfere Energiespar-Standards einhalten. Nach dem Bundestag hat jetzt auch der Bundesrat eine von der Bundesregierung vorgelegte Neufassung der Energieeinsparverordnung (EnEV) abgesegnet, die entsprechende Minimal-Anforderungen für Immobilien verbindlich festlegt. Harsche Kritik an der Novelle kam jedoch bereits vom Bundesverband der deutschen Wohnungs- und Immobilienunternehmen. Demnach bremst die Anpassung massiv den dringend notwendigen Wohnungsbau, zudem drohe in Folge der Anpassung ein Anstieg der Mieten für Neubauten.

Laut der neuen EnEV reduziert sich der zulässige Primärenergiebedarf in den Jahren 2014 und 2016 in zwei Stufen um jeweils 12,5 Prozent, die Anforderungen an die Dämmwirkung der Gebäudehülle steigen im Schnitt um zehn Prozent. Für bereits bestehende Immobilien ändert sich hingegen nichts.

Immobilien sollen energieeffizienter werden

Die EnEV ist ein wesentlicher Hebel, mit dem der Staat die Energieeffizienz von Immobilien steigern will. Ein Großteil des Energieverbrauchs in Deutschland entfällt auf das Heizen und die Warmwasseraufbereitung, weshalb das Thema eng mit der Energiewende und dem Kampf gegen steigende Nebenkosten verbunden ist.

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Die EnEV wird regelmäßig angepasst, wobei zugleich auch neue Vorgaben der EU einfließen. So wird mit der aktuellen Novelle unter anderem auch eine Pflicht eingeführt, die energetischen Kennwerte von Häusern und Wohnungen bei Immobilienanzeigen anzugeben.

Mehr Transparenz bei Energieausweisen

Darüber hinaus müssen die im Jahr 2009 eingeführten Energieausweise mit leichter verständlichen Energieeffienzklassen-Angaben ähnlich der Praxis bei Elektrogeräten oder Autos ergänzt werden.

Kritik an Verteuerung des Wohnungsbaus

"Die Sonntagsreden der Politiker, für mehr bezahlbare Wohnungen sorgen zu wollen, werden in der Realität ins Gegenteil verkehrt. In Wahrheit wird der in den Ballungsräumen so dringend benötigte Wohnungsneubau mit der neuen Energieeinsparverordnung noch teurer werden", kritisierte Axel Gedaschko, Präsident des GdW Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, den Beschluss in einer Pressemitteilung.

Damit rechne sich der Neubau bezahlbarer Wohnungen für Wohnungsunternehmen kaum noch. "Die Folge: Es wird weniger gebaut und die Mieter müssen am Ende die höheren Kosten durch höhere Mieten mittragen", warnte Gedaschko.

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Verband: Fristen für Anpassungen zu kurz

Ein Dorn im Auge ist dem Verband auch, dass Konstanttemperaturkessel, die älter als 30 Jahre sind, laut Novelle ab 2015 außer Betrieb genommen werden müssen. "Eine solche Regelung ist in dieser kurzen Zeit nicht umsetzbar", so Gedaschko. In dem Fall seien längere Fristen unbedingt notwendig, um die Änderungen zu realisieren.

Trotz ihrer Zustimmung übten die auch Länder Kritik an der Vorlage des Bundes und stimmten lediglich unter Auflagen zu, wie der Bundesrat erklärte. Sie forderten erneut, die EnEV und andere Energiewende-Vorschriften im Immobiliensektor zusammenzufassen, um "Akzeptanz und Transparenz" zu erhöhen. Zudem forderte die Kammer von der Bundesregierung, jährlich zwei Milliarden Euro für die energetische Gebäudesanierung bereitzustellen.

Energetische Sanierungen bei Altbauten Pflicht

Auch Eigner von Altbauten sind indes gesetzlich zur Dämmung aller bisher ungedämmten, nicht begehbaren Geschossdecken zu unbeheizten Räumen verpflichtet, respektive der Dachflächen über dem unbeheizten Dachboden. Außerdem müssen zugängliche Leitungen abgedichtet werden.

Seit dem 31. Dezember 2011 müssen im Zuge der EnEV auch bisher nicht gedämmte oberste Geschossdecken beheizter Räume gedämmt sein. Von der Dämmpflicht ausgenommen sind alle massiven Deckenkonstruktionen, die seit 1969 errichtet wurden, sowie sämtliche Holzbalkendecken jeden Alters. Auch Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern sind von der Dämmpflicht befreit, wenn sie ihre Häuser bereits am 1. Februar 2002 selbst bewohnt haben.

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